Arabische Gläubige nutzen die Kirche „Zu den Erbhöfen“.

Laaken. Es ist noch nicht allzu lange her, da wurde überlegt, die katholische Kirche in Laaken „Zu den Erbhöfen“ einem anderen Zweck zuzuführen. Zu wenig katholische Gläubige gab es im östlichen Ortsteil. Doch seit einigen Monaten läuten die Glocken wieder, Kerzen werden entzündet und Choräle gesungen. Und zwar seit mehr als einem Jahr von arabisch sprechenden Christen aus Syrien, dem Irak, Israel und dem Libanon, die in ihren Heimatländern Furchtbares erlebt haben und flüchten mussten.

„Es sind so um die 200 bis 250“, erklärt Werner Kleine, Pastoral-Referent der City-Kirche in Elberfeld, und sieht auch in der Zahl der Gottesdienstbesucher viel Positives. „So zwischen 60 und 100 Gläubige aus dem arabischen Raum sind es, die die Messe an jeden ersten Sonntag im Monat um 13 Uhr besuchen“, erklärt Kleine. „Das ist eine gute Zahl.“ Die für einen Gottesdienst ungewöhnliche Zeit resultiert daraus, dass der Pfarrer eine große Anzahl von Gemeinden zu betreuen hat und verschiedene Gottesdienste in diversen Orten abhalten muss.

Die Gläubigen kommen aus dem gesamten Bergischen Land

Zelebriert wird die „melkitische“ (das ist die Bezeichnung für arabische katholische Christen) Messe von Abouna („Das heißt Väterchen“, weiß Werner Kleine) Aboud Mayas, der einmal im Monat die Gläubigen aus dem Bergischen Land um sich versammelt. Nicht nur Neu-Wuppertaler, sondern auch arabische Katholiken aus dem bergischen Umland. „Die nehmen oft Anfahrtswege von einer Stunde in Kauf, um am Gottesdienst teilnehmen zu können“, zollt Gabriele Szewczyk aus dem Gemeindevorstand von St. Petrus den Mitgliedern der arabisch sprechenden Gemeinde großen Respekt.

In Sankt Petrus legt man Wert darauf, dass sich die Gemeindemitglieder aus dem Nahen osten nicht abschotten. „Man hat Kontakt zueinander. Es wird ein eifriger Austausch gepflegt“, stellt Werner Kleine befriedigt fest.

Und man sorgt auch gemeinsam für die Sauberkeit rund um das Gotteshaus. Die Gläubigen werden im kommenden Jahr auch mit der katholischen Gemeinde St. Elisabeth in Heckinghausen Kontakt aufnehmen und haben vor, am jährlichen Gemeindefest teilzunehmen.

St. Elisabeth, St. Petrus, St. Raphael und die Beyenburger Gemeinde St. Maria Magdalena bilden die fünf Kirchen der Pfarrgemeinschaft Wupperbogen Ost, die jetzt mit Kaplan Heinrich Liesen wieder einen gemeinsamen Ansprechpartner im Seelsorge-Team haben.

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