Aus dem einst von der Lebenshilfe geführten Kinderkurheim „Haus Wuppertal“ auf Norderney wird jetzt die „Inseloase“.

Wuppertal. Am Samstag ist das "Haus Wuppertal" auf Norderney - vielen Wuppertaler besser bekannt als Kinderkurheim - endgültig Geschichte. Wie erwartet, hat die Caritas Osnabrück das Haus gekauft. Über den Preis wurde Stillschweigen vereinbart. Nach WZ-Informationen zahlt der soziale Träger deutlich mehr als 1,5 Millionen Euro.

Wie berichtet, hatte die Lebenshilfe als langjähriger Pächter des Hauses diese Summe im vergangenen April geboten - zahlbar in zehn Jahresraten. Schon damals war klar, dass der verein für Behinderte mit Sitz in Cronenberg damit aus dem Rennen ist. Ratenzahlung seien rechtlich für die Stadt nicht annehmbar. Das Gebäudemanagement stellte klar. Mit 1,5 Millionen Euro würde das Kinderkurheim unter Wert verkauft. In Zeiten klammer Kassen undenkbar.

Und so bot am Ende nur noch die Osnabrücker Caritas udn die Arbeiterwohlfahrt Dortmund um das Gebäude. Am Ende soll das Angebot aus Osnabrück - nach WZ-Informationen beläuft sich die Summe auf mindestens 1,65Millionen Euro - das beste gewesen sein.

"Wir akzeptieren diese Lösung."

Stefan Pauls, Geschäftsführer der Lebenshilfe Wuppertal

Immerhin ist damit eine zentrale Forderung erfüllt. Die Caritas will als sozialer Träger ein familien-orientierten Konzept auf Norderney umsetzen. Zukünftig sollen in der Inseloase Menschen mit Handicaps und ihre Angehörigen sowie Senioren und Familien Erholung und Entspannung finden. Damit knüpfe der Caritasverband Osnabrück an die vorherige Nutzung des Hauses an, hieß es gestern seitens der Stadt Wuppertal.

Bei der Lebenshilfe hat man sich mit dem Verkauf abgefunden und begrüßt die Kontinuität ind er Nutzung. Geschäftführer Stefan Pauls gestern zur WZ: "Wir akzeptieren diese Lösung."

Laut Presseamt werden schon im Sommer wieder Gäste aus Wuppertal in der neuen "Inseloase" erwartet.

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