Vor mehr als zwanzig Jahren wurde das Gewässer zugeschüttet. Zeitschrift „Blickfeld“ sucht Anekdoten und alte Bilder.

Blick vom Uni-Teich auf Gebäude der Universität am Campus Grifflenberg im Juli 1994.
Blick vom Uni-Teich auf Gebäude der Universität am Campus Grifflenberg im Juli 1994.

Blick vom Uni-Teich auf Gebäude der Universität am Campus Grifflenberg im Juli 1994.

Frank Heßler/Universität Wuppertal

Blick vom Uni-Teich auf Gebäude der Universität am Campus Grifflenberg im Juli 1994.

Wuppertal. Die Pausen zwischen Vorlesung am Wasser abzuhängen – würde auch heute vielen Studierenden gefallen. Bis Anfang der 90er Jahre war das an der Wuppertaler Uni möglich. Wie das war und warum der Uni-Teich schließlich zugeschüttet wurde, will Martin Wosnitza von der Campus-Zeitschrift „Blickfeld“ demnächst ausführlich darstellen. Dafür sucht er vor allem noch Bilder des einstigen Treffpunkts.

„Immer wenn Menschen heute davon hören, ist die Begeisterung groß“, berichtet der Historiker. Das Gerücht von einem Teich auf dem Campus „rumorte schon immer durch den Flurfunk“, erzählt er. Als er dann zum 40-jährigen Bestehen der Uni recherchierte, verbrachte er viel Zeit im Archiv, sah Bilder der uni-eigenen Oase und erlebte die Begeisterung derer, die diese Bilder sahen. „Immer wird dann gefragt: ,Warum gibt es den nicht mehr?’“

Den will er nachgehen und auch, welche Rolle der Teich im Uni-Leben spielte. Damals habe es noch mehr Blumen auf den Terrassen des Mensagebäudes gegeben. „Es war einfach gemütlich und lud zum Verweilen ein“, hat Marin Wosnitza herausgefunden. „Man hat mir gesagt, dass man dort gut den Kopf frei bekam.“ Er hat auch gehört, dass die Entscheidung zwischen Verweilen oder Aufbrechen zum nächsten Seminar oft gegen das Seminar ausfiel.

Es gab Veranstaltungen an dem kleinen See, darunter romantische Sommerkonzerte mit einer Bühne im Wasser. Auch zünftige Partys hat das Gewässer erlebt. Und die trugen sicher zu einem der Probleme bei, die zum Ende des Teichs führten: „Der Bierflaschenanteil war einfach zu groß“, drückt es Martin Wosnitza aus. Uni-Archivar Joachim Studberg bestätigt: „Es gab sehr viel Müll.“ Die Reinigung habe einige Kosten verursacht.

Entscheidend waren aber wohl Sicherheitsaspekte: Der Teich war von allen Seiten zugänglich. Martin Wosnitza hat recherchiert, dass nach dem Tod eines Kindes in einem öffentlichen Brunnen in einer anderen Stadt auch der Uni-Teich 1993/94 trockengelegt wurde. Zudem sei nach dem Flughafenbrand in Düsseldorf 1996 aufgefallen, dass es keine ausreichende Feuerwehrzufahrt zur Mensa gab. Also wurde 1997 eine von der Max-Horkheimer-Straße gebaut. An der Stelle des Teichs ist heute eine Feuerwehraufstellfläche.

Vor dem Ende des Teichs habe insbesondere Gründungskanzler Klaus Peters noch auf der Lösung eines Problems bestanden: Wohin mit den Goldfischen? Er soll die Zustimmung erst gegeben haben, als klar war, dass sie auf dem Bauernhof von Personaldezernent Walter Liesenhoff in Neviges Unterschlupf erhalten.

All diese Geschichten will Martin Wosnitza für ein Special der Campus-Zeitschrift aufbereiten. Er freut sich über Informationen und besonders Bilder an

uni-teich@blickfeld-wuppertal.de

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