Ein potenzieller Investor hat sich bereits vorgestellt. Jetzt muss die Stadt prüfen, ob der Standort für eine Bebauung geeignet ist.

Auf dem freien Areal könnte die Kita entstehen. Archiv
Auf dem freien Areal könnte die Kita entstehen. Archiv

Auf dem freien Areal könnte die Kita entstehen. Archiv

Stefan Fries

Auf dem freien Areal könnte die Kita entstehen. Archiv

Ronsdorf. Seit mehr als einem Jahr ist um den Standort für eine neue Kindertagesstätte in Ronsdorf gestritten worden. Am vergangenen Dienstagabend fiel die Entscheidung dann erstaunlich schnell: Mit einer Gegenstimme nahm die Bezirksvertretung Ronsdorf den Antrag von SPD, FDP, Grünen, Linken und WfW an, wonach die Stadt den Standort Holthauser Straße für eine Kita-Bebauung prüfen soll. Auf der dortigen Brachfläche hatte bis 2007 die katholische Grundschule gestanden.

Auch die CDU folgte dem Antrag, obwohl man nach wie vor den Standort an der Rehsieper Straße für einen Kita-Neubau für geeigneter halte, sagte die Fraktionsvorsitzende Jana Hornung. Die Suche für den Standort einer neuer Kita war ins Stocken geraten, nachdem die CDU gegen den Vorschlag zum Bau einer Kita an der Schenkstraße mobil gemacht hatte, da aus Sicht der Partei ein dort gelegener Spielplatz davon betroffen gewesen wäre.

Deshalb hatte die CDU dem Sozialdezernenten Stefan Kühn im Sommer vergangenen Jahres eine Liste mit Alternativvorschlägen vorgelegt. Darunter befand sich auch der von der SPD und den weiteren Fraktionen jetzt erneut ins Spiel gebrachte Standort an der Holthauser Straße. Der von CDU favorisierte Standort an der Rehsieper Straße fand dagegen etwa bei der SPD keine Unterstützung, weil dort ebenfalls ein Spielplatz von den Bauarbeiten betroffen gewesen wäre.

Potenzieller Investor baut derzeit 16 Kitas im Ruhrgebiet

Man dürfe nicht mit zweierlei Maß messen und den Bau einer Kita zulasten jener umsetzen, die „sich weniger wehren“, mahnte SPD-Vertreter Simon Geiß.

Etwas überraschend präsentierte Bezirksbürgermeister Harald Scheuermann-Giskes (SPD) an dem Abend auch einen möglichen Abnehmer und Nutzer für das Grundstück. So stellte sich der private Immobilieninvestor Michael Türk als Interessent für das Areal vor und legte zusammen mit einem Architekten gleich Baupläne für den künftigen Kindergarten vor. Er habe derzeit 16 Kitas vor allem im Ruhrgebiet im Bau und wolle gerne auch die Kindertagesstätte in Ronsdorf bauen, sagte Türk.

Das ging einigen Bezirksvertretern denn doch etwas zu schnell. Bevor der potenzielle Investor seine Pläne im Detail vorstellen konnte, wurde zunächst um eine Prüfung der vorgelegten Unterlagen gebeten. Zudem gab Scheuermann-Giskes zu bedenken, dass der Verkauf des städtischen Grundstücks an der Holthauser Straße und die Vergabe für die Bauarbeiten letztlich eine Entscheidung der Stadt sei und nicht in der Verantwortung der Bezirksvertreter liege. Wie die Stadt das Grundstück vermarkte, sei noch „ergebnisoffen“.

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