Bezirkspolitiker stimmen für eine Änderung des Bebauungsplans. Der Bedarf für einen Nahversorger sei vorhanden.

Bezirkspolitiker stimmen für eine Änderung des Bebauungsplans. Der Bedarf für einen Nahversorger sei vorhanden.
Auf diesem Grundstück würde der Supermarkt entstehen.

Auf diesem Grundstück würde der Supermarkt entstehen.

Andreas Fischer

Auf diesem Grundstück würde der Supermarkt entstehen.

Ostersbaum. Am Ostersbaum entsteht in Zukunft wohl ein neuer Lebensmittelmarkt. Genauer auf einem Gelände an der Ecke Ostersbaum/Rudolfstraße/Schwabenweg. Die Elberfelder Bezirksvertreter haben sich in ihrer Sitzung am Mittwoch mit einem entsprechenden Antrag des Grundstückseigner-Ehepaares beschäftigt. Er sieht vor, dass der Bebauungsplan 682 Hardt/Schwabenweg so geändert wird, dass ein Supermarkt mit Randsortimenten und einer Verkaufsfläche von rund 800 Quadratmetern gebaut werden kann.

Aktuell wäre das nicht möglich. Denn: „Der Planung stehen die Festsetzungen des rechtskräftigen Bebauungsplanes 682 – Hardt/ Schwabenweg entgegen. Dieser verfolgt unter anderem das Ziel der Sicherung von Gewerbeflächen. Die in Rede stehenden Flurstücke sind als GE-Gebiet gemäß Paragraf 8 der Baunutzungsverordnung ausgewiesen. Die Nutzung durch Einzelhandelsbetriebe ist ausgeschlossen“, heißt es in der Vorlage für die Bezirksvertreter. Die führten bei der Anhörung allerdings an, dass sich am Ostersbaum in der Vergangenheit einige neue Umstände ergeben hätten, die auch Auswirkungen auf die Versorgungslage in den nördlichen Bereichen des Quartiers gehabt haben. Diese habe sich deutlich verschlechtert.

Bezirksvertreter stimmen geschlossen für die Änderung

So wurde beispielsweise der Kaiser‘s-Markt am Ostersbaum geschlossen. Das läuft wiederum dem Einzelhandelskonzept der Stadt zuwider, denn das sieht gerade die Stärkung und Sicherung der verbrauchernahen Versorgung mit Lebensmitteln vor.

Und so überraschte es nicht, dass sich die Bezirksvertreter ohne Meinungsverschiedenheiten den Argumenten des Ressorts Bauen und Wohnen anschlossen. Das hatte Stellung bezogen und gesagt, dass sich der diskutierte Standort bestens für einen Supermarkt eigne. Bei dem Grundstück handele es sich um einen Übergangsbereich zwischen Wohnnutzung und gewerblicher Nutzung, der sich durch eine zentrale Lage innerhalb des Quartiers auszeichnet, die sowohl zu Fuß wie auch durch den öffentlichen Personennahverkehr gut zu erreichen ist.

Das Areal erfüllt somit die Prüfkriterien einer bedarfsgerechten Anpassung städtischer Infrastrukturen, den Erhalt beziehungsweise die Schaffung kompakter Stadtstrukturen, die Stabilisierung der innerstädtischen Quartiere und auch die Möglichkeit einer selbstbestimmten Lebensführung bis ins hohe Alter.

Attraktiv und zukunftsfähig? Auch da erteilt man dem geplanten Projekt gute Noten, dürften doch neue Arbeitsplätze entstehen, ebenso wie eine Verbesserung der Wohn- und Lebensbedingungen für Familien und junge Menschen wie auch eine Verbesserung von Image und Identifikation mit dem Quartier Ostersbaum.

Einmütig stimmte die Bezirksvertretung Elberfeld der Änderung des Bebauungsplanes zu, und man ist sicher, dass der Stadtentwicklungsausschuss Bauen, Verkehr und Umwelt eine positive Entscheidung für den Ostersbaum fällen wird.

„Die Stadt ist auf uns zugekommen“, sagt Christian Gnotke, der mit seiner Ehefrau Jasmin Altfeld Eigentümer des Areals ist. Er erklärt: „Der Vertrag mit einem Supermarkt steht kurz vor dem Abschluss. Wir gehen in diesem Fall von einer Win-Win-Situation aus.“

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