Ermittlungen wegen des Verdachts der Kindesmisshandlung wurden eingeleitet.

Wuppertal. Dass in Schulbussen zuweilen eine hitzige Atmosphäre zwischen Fahrer und jungen Passagieren herrscht, ist nichts Neues. Was jedoch am Mittag des 12.  Dezember des vergangenen Jahres in einem Bus für behinderte Kinder passiert sein soll, hat jetzt die Polizei auf den Plan gerufen. Ermittelt wird gegen die Fahrerin (69) eines Wuppertaler Bus-Unternehmens. Der Vorwurf lautet: Kindesmisshandlung.

Laut Polizei soll eine Zeugin an jenem Dezembertag auf der Gronaustraße beobachtet haben, wie die Fahrerin aus ihrem Kleinbus stieg und sich in den Fahrgastraum begab. Dort soll sie einem geistig behinderten Jungen  (11) den Mund mit Klebeband zugeklebt haben. Die Zeugin erstattete Anzeige. Die beschuldigte 69-Jährige hat sich mittlerweile einen Anwalt genommen. Das Unternehmen, für das sie fuhr, soll sich mittlerweile von ihr getrennt haben.

Nach aktuellem Stand der Ermittlungen, soll der 11 Jahre alte, behinderte Junge vor der Klebeaktion die Fahrerin mit der pausenlosen Nennung von Geschlechtsteilen entnervt haben.

Beifahrerin des Busseswird als Zeugin gehört

Im Zuge der Ermittlungen soll demnächst auch die Beifahrerin des Busses als Zeugin gehört werden. Offen ist, ob und wie sie auf die angebliche Klebe-Knebel-Aktion reagiert hat.

Laut Polizei war der Bus auf dem Weg ins benachbarte Solingen, wo der 11-Jährige lebt. Ob und wie lange er während der Fahrt dorthin den Mund zugeklebt hatte, ist noch unklar. Nach derzeitiger Einschätzung der Polizei, blieb das Kind körperlich unversehrt. Die Ermittlungen dauern an.

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