Wer Symptome frühzeitig erkennt, kann einen Zusammenbruch vermeiden.

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Ein anstrengender Vollzeitjob kann Arbeitnehmer mitunter überlasten.

Ein anstrengender Vollzeitjob kann Arbeitnehmer mitunter überlasten.

dpa

Ein anstrengender Vollzeitjob kann Arbeitnehmer mitunter überlasten.

Wuppertal. Asthma, Antriebslosigkeit, Aggressivität – die Liste der Symptome eines Burnouts ist lang. Oft merken Freunde, der Partner oder die Kollegen noch vor dem Betroffenen selbst, dass etwas nicht stimmt.

„Es gehört zum Krankheitsbild, dass die eigenen Probleme heruntergespielt und verdrängt werden“, erklärt Roland Schlotmann – er ist Burnout-Lotse in Wuppertal. In einem Vortrag im Wtec hat sich Schlotmann konkret an das Umfeld der Betroffenen gerichtet – vom Partner bis zum Chef. „Natürlich versuchen auch immer mehr Geschäftsführer, ihr Unternehmen so zu gestalten, dass Arbeitnehmer nicht unter enormem Stress leiden“, sagt der ausgebildete Mental- und Entspannungstrainer. Wichtig sei vor allem, die Symptome eines Burnouts früh zu erkennen.

„Wir helfen den Menschen, mit Stress umzugehen, bevor es zu einem Zusammenbruch kommt.“

Roland Schlotmann, Burnout-Lotse

 

Nur dann könnten die Burnout-Lotsen helfen: „Wir übernehmen keine therapeutische Behandlung, sondern helfen den Menschen, mit Stress umzugehen, bevor es zu einem Zusammenbruch kommt.“

Das könne eigentlich jeder lernen, wie er dem Publikum auch direkt durch eine Atemübung demonstriert. Bewusstes Training im Umgang mit Stress sei das Ziel. Denn an der Stresssituation selbst könne man häufig gar nichts ändern, so Schlotmann. Das habe auch nicht immer etwas mit der Arbeit zu tun. „Es geht darum, insgesamt einen Ausgleich zwischen An- und Entspannungsphasen zu erreichen. Das geht auch bei einem Vollzeitjob – dann braucht man einen umso größeren Gegenpol.“

Das Netzwerk der Burnout-Lotsen mit etwa 300 Lotsen bundesweit bietet schnelle Hilfe in frühen Stadien des Burnouts an.
www.burnout-lotsen.de
 

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