Bei einem ersten Beteiligungstermin konnten Wuppertaler Bedenken und Fragen äußern.

Bei einem ersten Beteiligungstermin konnten Wuppertaler Bedenken und Fragen äußern.
Rund 100 Wuppertaler wollten dabei sein, als die Stadt die Pläne für die Umnutzung der ehemaligen Bundesbahndirektion vorstellte.

Rund 100 Wuppertaler wollten dabei sein, als die Stadt die Pläne für die Umnutzung der ehemaligen Bundesbahndirektion vorstellte.

Andreas Fischer

Rund 100 Wuppertaler wollten dabei sein, als die Stadt die Pläne für die Umnutzung der ehemaligen Bundesbahndirektion vorstellte.

Wuppertal. „Verstopft der Verkehr von außerhalb durch das FOC die A46 nicht noch mehr?“ „Wird das Gebäude der Bundesbahndirektion innen komplett ausgehöhlt?“ oder „Wie kann ich das neue Center auch mit dem Fahrrad erreichen?“ – am Mittwochabend hatten die Bürger viele kritische Fragen und Bedenken im Gepäck. Das war auch Sinn und Zweck des ersten Termins zur Bürgerbeteiligung für die Pläne des neuen Factory Outlet Centers (FOC).

Dort stellte Dirk Kasten, der beim Ressort Bauen und Wohnen der Stadt für das Projekt FOC verantwortlich ist, die aktuellen Pläne vor und erklärte die weitere Vorgehensweise. Da für das Einkaufszentrum eine Änderung des Flächennutzungsplans erforderlich ist, muss die Öffentlichkeit in den Entstehungsprozess eingebunden werden. Am Mittwoch konnten Bürger erstmals Anregungen und Bedenken einbringen. Wenn diese in die Planung eingearbeitet sind, haben sie noch einmal die Möglichkeit, die Pläne einzusehen und Stellungnahmen abzugeben.

Bisher soll in einer ersten Bauphase das Einkaufscenter in der alten Bahndirektion entstehen. Da dafür nicht alle Geschosse benötigt werden, könnte in den oberen Stockwerken ein Hotel Platz finden. In einem zweiten Bauabschnitt sollen im alten Postgebäude vor allem Parkplätze entstehen. Insgesamt sollen das etwa 2500 Plätze werden.

Meinungen der Bürger über das FOC sind nach wie vor geteilt

Die Bürger, die sich an der Diskussion beteiligten – immerhin etwa 80 waren gekommen – waren unterschiedlicher Meinung über das Vorhaben. Während die einen das neue Einkaufszentrum für eine gute Idee hielten und eher Verständnisfragen zum weiteren Vorgehen und den Bauplänen stellten, waren andere kritischer. „Wozu brauchen wir das? Das zerstört nur den Einzelhandel.“ „Lohnt sich das, wenn es in Remscheid und Solingen ähnliche Zentren geben wird?“ oder „Die Veränderungen am Gebäude verschandeln ja das schöne Denkmal.“ Die vielen Fragen und Anregungen nimmt Dirk Kasten nun mit in die weitere Planung. Bei vielen, kritischen Fragen verwies er zudem auf die Gutachter, die auch anwesend waren. Bevor die Pläne konkreter werden, prüfen diese bestimmte Auswirkungen, die das FOC haben könnte: Besonders Einzelhandel, Verkehr, Lärm und Luftverschmutzung werden untersucht und Prognosen in die Planung einbezogen.

Ob Kastens Antworten die Bürger zufriedengestellt haben, ist fraglich. Am Mittwochabend entstand der Eindruck: Wer dafür war, bleibt dafür, wer dagegen war, hat seine Meinung auch nicht geändert.

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