Wuppertal: 120 Feuerwehrleute kämpften stundenlang gegen die Flammen in einem Mehrfamilienhaus
Über Versorgungsschächte drohte ein Wohnungsbrand an der Gartenstraße am Dienstagabend sich auf die Nachbarhäuser auszudehnen.

Über Versorgungsschächte drohte ein Wohnungsbrand an der Gartenstraße am Dienstagabend sich auf die Nachbarhäuser auszudehnen.

Holger Battefeld

Über Versorgungsschächte drohte ein Wohnungsbrand an der Gartenstraße am Dienstagabend sich auf die Nachbarhäuser auszudehnen.

Elberfeld. Alarm an der Hardt: Gegen 22.50 Uhr rückte die Feuerwehr am gestrigen Dienstag an der Gartenstraße an. Dort stand aus noch ungeklärter Ursache eine Wohnung im Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in Flammen. Deren Bewohner – ein 26 Jahre alter Mann – konnte sich laut Polizei leicht verletzt in Sicherheit bringen. Der Löscheinsatz nahm Stunden in Anspruch.

Im Einsatz waren neben den Löschzügen der Berufsfeuerwehr aus Elberfeld und Barmen auch Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr aus Langerfeld, Ronsdorf, Hahnerberg, Uellendahl und vom Dönberg. Als sie eintrafen, brannte die Wohnung bereits in voller Ausdehnung.

Erschwerend kam hinzu, dass die Flammen durch einen Versorgungsschacht in das Dachgeschoss des Wohnhauses übergriffen. Mit vier C-Rohren wurde gelöscht, während für zehn Hausbewohner in Zusammenarbeit mit der Stadt eine Notunterkunft gesucht wurde. Auch drei Drehleitern waren im Einsatz, um die Nachbarhäuser zu schützen.

Insgesamt 120 Einsatzkräfte der Feuerwehr unterwegs

Allein die Feuerwehr war mit 120 Einsatzkräften unterwegs, bis das Feuer gegen 3.40 Uhr unter Kontrolle war. Das Haus selbst ist nicht mehr bewohnbar. Die Gartenstraße blieb auch am Mittwoch bis auf Weiteres gesperrt, weil Dachziegel vom fünfgeschossigen Haus zu fallen drohten.

Auch mehrere Nachbarn mussten in der Brandnacht ihre Häuser zur Vorsicht verlassen und wurden solange in einem Bus der Wuppertaler Stadtwerke (WSW) betreut. „Der Brandort ist versiegelt“, berichtet die Polizei: Jetzt ermittelt die Kripo zur Brandursache und zur Höhe des Sachschadens.

Mit erheblichem Aufwand mussten die Einsatzkräfte der Feuerwehr nach dem Großbrand nach Glutnestern suchen – und setzten dazu auch eine Wärmebildkamera ein. Dabei wurden unter anderem auch Wand- und Deckenverkleidungen entfernt.

Die Feuerwehr war bis Mittwochmittag an der Gartenstraße beschäftigt, bevor Sachverständige der Polizei das Haus jetzt in Augenschein nehmen können. Sie müssen unter anderem klären, ob ein technischer Defekt das Feuer verursacht hat. mel

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