Laut Dezernent Frank Meyer kommt die Bahn der Stadt kaum entgegen.

Nachgehakt
Größtenteils nachts muss die Stadt an der Brücke Brändströmstraße arbeiten. Archiv

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Stadt Wuppertal

Größtenteils nachts muss die Stadt an der Brücke Brändströmstraße arbeiten. Archiv

Heckinghausen. Baudezernent Frank Meyer hatte in der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses Neuigkeiten zur Brücke Brändströmstraße parat. Und wie so oft waren es keine guten. Die Deutsche Bahn (DB), so Meyer, habe erneut der Stadt zunächst zugesagte nächtliche Sperrzeiten einkassiert. „Das ist außerordentlich bedauerlich“, verkündete der Dezernent dem Plenum, wirkte dabei aber etwas hilflos. Der Einfluss der Stadt beim ehemaligen Staatskonzern ist offenbar begrenzt.

Schon in den Osterferien hatte die DB bekanntlich nicht wie versprochen die Oberleitungen an der Brücke Brändströmstraße abgehängt. Die Stadt musste die geplanten Arbeiten absagen und auf den Sommer legen. Ein wenig habe man den Rückstand wieder aufholen können, hatte kürzlich noch Thorsten Warning, der Leiter Konstruktiver Ingenieurbau, gegenüber der WZ erklärt. Doch man brauche einfach die nächtlichen Sperrpausen, um weiter zu kommen.

Dass jetzt offenbar erneut Termine seitens der Bahn gestrichen wurden, könnte zu einer erneuten Verzögerung bei den Arbeiten führen. Am vergangenen Donnerstag war schon von Oktober 2018 für die Eröffnung die Rede. Warning und Projektleiter Christian Schaffrinna waren vorher von September ausgegangen. „Aber wir könnten schneller fertig werden“, ist Warning überzeugt – wenn die Bahn längere Sperrzeiten zugestehe.

Doch für die DB ist die Brücke Brändströmstraße – so wichtig sie für Wuppertal auch sein mag – nur eins von sehr vielen Projekten. Man möchte „in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass die Jahresscheibe 2018 in unserem Streckennetz bereits aus der mehrjährigen Baumaßnahmenplanung umfangreiche Vorhaben beinhaltet und sich die operative Baumaßnahmenabwicklung der Brandströmstraße in Wuppertal verträglich in das Gesamtgefüge einordnen lassen muss.“ Sprich: Muss die Bahn selbst auf ihren Strecken arbeiten, spielt Wuppertal nur eine Nebenrolle. Die Bahn unterstütze grundsätzlich „das städtische Projekt in seiner Abwicklung bestmöglich“. Die Aussage, dass die Stadt „erst wenige Tage vorher die endgültige Bestätigung“ für Sperrzeiten bekomme, „ist für uns derzeit nicht nachvollziehbar“. Frank Meyer wies gegenüber der WZ aber noch einmal auf dieses Problem hin. Die kurzfristigen Absagen der DB habe man schriftlich.

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