Geht es nach der Stadtspitze, nimmt man – wie bereits am Kreuz Nord – bald auch den Autobahnverkehr ins Visier. Noch sind aber viele Fragen offen.

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Noch „blitzt“ nur die Autobahnpolizei auf den Wuppertaler Strecken der Autobahnen und Landesstraßen – wie gestern auf der A 46 am Sternenberg. Das könnte sich ändern, wenn der Vorstoß im Haushaltssicherungskonzept politisch durchgesetzt wird.

Noch „blitzt“ nur die Autobahnpolizei auf den Wuppertaler Strecken der Autobahnen und Landesstraßen – wie gestern auf der A 46 am Sternenberg. Das könnte sich ändern, wenn der Vorstoß im Haushaltssicherungskonzept politisch durchgesetzt wird.

Andreas Fischer

Noch „blitzt“ nur die Autobahnpolizei auf den Wuppertaler Strecken der Autobahnen und Landesstraßen – wie gestern auf der A 46 am Sternenberg. Das könnte sich ändern, wenn der Vorstoß im Haushaltssicherungskonzept politisch durchgesetzt wird.

Wuppertal. Im Sparkonzept zur Sicherung des Wuppertaler Stadthaushaltes gehört dieser Vorschlag zu den ausgefallensten: Geht es nach der Stadtspitze, nimmt man in Zukunft auch Unfallschwerpunkte auf Autobahnen und Landesstraßen im Stadtgebiet ins Visier - ähnlich, wie das am Autobahnkreuz Wuppertal-Nord bereits der Ennepe-Ruhr-Kreis praktiziert. In welcher Form das bei einem entsprechenden Beschluss des Stadtrates konkret auch an anderen Stellen geschehen könnte, sei derzeit aber noch offen, heißt es auf WZ-Nachfrage.

A46-Starenkästen: lukrative Sicherheit

Die Fakten: Tatsache ist, dass die Starenkasten-Batterie mit ihren nachträglich installierten Radar-Hinweisschildern im Kreuz Nord dazu beiträgt, dass dort langsamer gefahren wird. Im Gegenzug spülten die Autobahn-Blitzer innerhalb weniger Monate Rekordsummen in die Kreiskasse und beschäftigten dort gleich neun zusätzliche Mitarbeiter: Allein von Oktober 2007 bis November 2008 wurden gut 36000 Fahrer im Kreuz "geblitzt" - bei weit mehr als einer Million Euro für die Bußgeldstelle.

Tatsache ist außerdem, dass auch die Stadt Wuppertal grundsätzlich auf Autobahnen und Landesstraßen "blitzen" dürfte - nach Abstimmung mit der Bezirksregierung in Düsseldorf, der ihr zugehörigen Autobahnpolizei und der Unfallkommission auf Landesebene. So weit ist man in Wuppertal allerdings noch nicht. In erster Linie sei das weitere Vorgehen davon abhängig, "ob der Stadtrat damit einverstanden ist", betont Kämmerei-Leiter Alfred Lobers auf WZ-Nachfrage.

Der Vorstoß ziele nicht auf eine zusätzliche Geldquelle, sondern auf die Sicherheit im Straßenverkehr, die gerade an Unfallschwerpunkten auf Autobahnen und Landesstraßen niemand ernsthaft in Zweifel ziehen könne: Gerade auf der A1 und auf der A 46 habe sich in den vergangenen Jahren einiges geändert.

Stadt: Mobile Überwachung bleibt unverändert

Wie Carsten Vorsich, Abteilungsleiter im Ordnungsamt, gegenüber der WZ erklärt, stimme man sich derzeit innerhalb der Verwaltung ab - ein konkreter Prüfauftrag liege aber noch nicht vor. Die mobile Überwachung mit den vier städtischen Radarwagen werde auf den Stadtstraßen beibehalten wie bisher - werktags von 7 bis 22 Uhr und bei Sonderaktionen an Wochenenden und in den Nachtstunden.

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