24-Jähriger hatte Frauen und Mädchen erst nach der Uhrzeit gefragt, sich dann entblößt.

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Wuppertal. Zu anderthalb Jahren auf Bewährung hat das Amtsgericht am Donnerstag den 24-Jährigen verurteilt, der mehrere Frauen und Mädchen erschreckte, indem er sich vor ihnen entblößte.

Sein Trick war die Frage nach der Uhrzeit. Während die Angesprochenen auf ihre Uhr blickten, zog er seine Hose herunter. Manchmal befriedigte er sich vor ihnen, manchmal ließ er die Hose an und machte nur entsprechende Bewegungen mit der Hand in der Hose.

Einmal wandte er diese Taktik bei einer Zwölfjährigen an, die er im Aufzug an der Kluse traf. Laut Anklage entblößte er sich, rieb sich an ihr und fasste ihr an den Po. Als sie von ihm weg wollte, soll er sie festgehalten und in den Aufzug zurückgezogen haben.

Mehrere Opfer berichteten als Zeugen, dass sie nach den Vorfällen an verschiedenen Ängsten litten.

Der Angeklagte hatte erklärt, nicht mehr zu wissen, warum er so gehandelt habe. Das sei „eine Phase“ gewesen, die nun vorbei sei. Seine Anwältin führte an, er sei nach der Trennung von seiner Freundin in einer Lebenskrise gewesen.

Das Gericht verurteilte ihn wegen sexueller Nötigung, exhibitionistischer Handlungen in sieben Fällen und Erregung öffentlichen Ärgernisses. Allein für den Fall des Mädchens im Aufzug verhängte das Gericht eine Strafe von einem Jahr. In der dreijährigen Bewährungszeit muss der 24-Jährige eine Therapie machen und 1 800 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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