Die geständigen Angeklagten müssen monatlich mindestens 100 Euro an einen 51-Jährigen zahlen

Wuppertal. Zwei 23 und 26 Jahre alte Männer sind am Montag (1. Februar) vom Amtsgericht wegen gewerbsmäßiger Erpressung zu Bewährungsstrafen von jeweils zwei Jahren verurteilt worden. Die beiden Männer hatten zuvor zugegeben, einen 51-Jährigen mit einem aufgezeichneten Gespräch über den Kauf von Kinderpornos erpresst zu haben. Wie berichtet, hatte der Mann aus Angst vor der angedrohten Anzeige in mehreren "Raten" mehr als 40000 Euro an die beiden Männer gezahlt.

Erst als er nochmals 25000 Euro zahlen sollte, ging er zur Polizei, die die beiden Männer verhaftete. Die Ermittler leiteten aber auch gegen den 51-Jährigen ein Verfahren ein. Der Hintergrund: Der Erwerb von Kinderpornos ist verboten. Wie berichtet, wurde das Verfahren gegen das Erpressungsopfer mittlerweile eingestellt. Begründung unter anderem: Der nicht vorbelastete Mann sei durch die Erpressung schon gestraft genug.

Den beiden geständigen Angeklagten wurde vom Gericht zur Auflage gemacht, mindestens 100 Euro pro Monat an den 51-Jährigen zur Wiedergutmachung zu zahlen. Die Bewährungsfrist dauert vier Jahre. Solange dürfen sich die beiden 23- und 26-Jährigen nichts zu schulden kommen lassen und müssen an den 51-Järigen zahlen, sonst müssen sie doch noch ins Gefängnis. Richter Lars Petersen: "Sie kriegen keine zweite Chance mehr." Das Urteil ist rechtskräftig.

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