Lang litten die Stadt und ihre Einwohner unter einem schlechten Image. Das ändert sich. Immer mehr entdecken die Stärken der Stadt.

So grün ist Wuppertal. Ein Blick auf das Zooviertel bestätigt, dass Wuppertal den Ruf, grünste Großstadt Deutschlands zu sein, zu Recht hat.
So grün ist Wuppertal. Ein Blick auf das Zooviertel bestätigt, dass Wuppertal den Ruf, grünste Großstadt Deutschlands zu sein, zu Recht hat.

So grün ist Wuppertal. Ein Blick auf das Zooviertel bestätigt, dass Wuppertal den Ruf, grünste Großstadt Deutschlands zu sein, zu Recht hat.

Der lange Tisch, hier eine Aufnahme aus dem Jahr 2009, ist alle fünf Jahre ein Publikumsmagnet.

24 Stunden live im Tunnel Burgholz.

Peter Sondermann/City-Luftbilder, Bild 1 von 3

So grün ist Wuppertal. Ein Blick auf das Zooviertel bestätigt, dass Wuppertal den Ruf, grünste Großstadt Deutschlands zu sein, zu Recht hat.

Wuppertal. Immer wieder taucht Wuppertal mit negativen Schlagzeilen auf. Manche Wuppertaler schimpfen zuweilen sogar selbst über ihre Stadt. Aber sie sind in der Minderheit. Und auch Menschen von außerhalb erkennen die Qualitäten der Stadt. Doch es ist noch viel zu tun.

Martin Bang, Geschäftsführer der Wuppertal Marketing Gesellschaft, spürt wachsendes Interesse der Wuppertaler an ihrer Stadt. Er macht das auch am Absatz von Souvenirs und steigenden Teilnehmerzahlen bei den Stadtführungen fest. 2014 waren es 1800. Ein großer Teil der Teilnehmer kam aus Wuppertal.

Aktionen wie der Lange Tisch und 24 Stunden live oder Kampagnen wie „Keiner wie wir“ hätten das Selbstbewusstsein der Stadt gestärkt. Jetzt müsse man das positive Bild nach außen tragen. „Bild“ meint er wörtlich: „Ich will Bilder in die Köpfe bringen.“ Also bestückt er Broschüren mit vielen attraktiven Fotos.

Besseres Image durch ein Wuppertal-China Festival?

Er und seine Kollegen werben damit bei vielen Gelegenheiten und Zielgruppen: bei Messe- und Musuemsbesuchern, bei Studenten, bei Investoren, neulich sogar bei eine Börse für junge Mediziner, die Praxis-Standorte suchten. Und bei Besuchern der Nordbahntrasse – mit einer mobilen Touristen-Information im Velo-Taxi.

Dass auch Auswärtige Wuppertal wieder positiver sehen, berichtet Rolf Volmerig, Vorstand der Wirtschaftsförderung: „Als ich vor zehn Jahren anfing, war es sehr schwer, Investoren zu finden“, erinnert er sich. Jetzt gebe es eine Nachfrage nach Grundstücken.

Ein Imagewechsel sei ein „schwieriger Prozess“. Fakten wie steigende Einwohner- und sinkende Arbeitslosenzahlen bewirkten wenig. Emotionale Themen wie die Nordbahntrasse oder die Junior Uni trügen eher zum Imagewandel bei. „Es wird noch ein paar Jahre dauern, aber die Trendwende ist da.“

Vok Dams, Gründer einer internationalen Kommuniaktionsagentur, findet aber noch immer: „Wuppertal verkauft sich weit unter Wert.“ Die Stadt habe es bisher nicht geschafft, ihre Stärken darzustellen. Es fehle ein strategisches Kommunikationskonzept. Dafür müssten alle zusammenarbeiten, Kultur, Politik und Wirtschaft.

„Es gilt, den Horizont zu öffnen und die besten Kräfte zu gewinnen, um Ideen zu verwirklichen.“ Dabei hat er noch eine spezielle Idee: Wuppertal soll seine Verbindungen mit China nutzen und mit einem Wuppertal-.China-Festival eine einzigartige Attraktion schaffen.

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