Uwe Schinkel

Wuppertal. Schwarzer Tag für Dietmar Bell: Der Wuppertaler SPD-Chef scheiterte mit seiner erneuten Kandidatur für den Landesvorstand seiner Partei. Auf dem Landesparteitag in Dortmund erhielt er lediglich 129 von 440 Stimmen. Das war das zweitschlechteste Ergebnis. Bell schaffte damit nicht den Sprung unter die 30 Beisitzer im Landesvorstand. Er zeigte sich geschockt: "Damit habe ich nicht gerechnet. Da haben Absprachen nicht geklappt. Ich bin stinksauer", sagte Bell der WZ.

Er kritisierte Landesparteichefin Hannelore Kraft und die Chefin der SPD-Region Niederrhein, Britta Altenkamp: "Das ist schlecht für die SPD in Wuppertal. Natürlich ist auch meine Person beschädigt." Die Landespartei unterstütze die Wuppertaler Genossen nicht ausreichend, monierte Bell, der am 9. Mai für den Landtag kandidiert. Dabei handele es sich um die Stadt von Johannes Rau, auf dessen Erbe sich auch Kraft häufig beziehe. Derzeit vertritt kein SPD-Landtagsabgeordneter aus der ehemaligen Hochburg die Interessen Wuppertals in Düsseldorf. Bell hatte dem Landesvorstand zwei Jahre angehört.

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