Der Großauftrag für den 20-Millionen-Euro-Neubau wird in Kürze vergeben. Geplante Bauzeit: zwei Jahre.

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Noch klafft neben der Öhder Brücke der A 1 eine gewaltige Lücke: Im nächsten Jahr wird dort für 20 Millionen Euro angebaut.

Noch klafft neben der Öhder Brücke der A 1 eine gewaltige Lücke: Im nächsten Jahr wird dort für 20 Millionen Euro angebaut.

Gerhard Bartsch

Noch klafft neben der Öhder Brücke der A 1 eine gewaltige Lücke: Im nächsten Jahr wird dort für 20 Millionen Euro angebaut.

Wuppertal. 4,5 Millionen Euro und monatelange Bauarbeiten unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen hat er in Anspruch genommen - der Abriss des historischen Teils der Wupper-Talbrücke an der A1. In absehbarer Zeit geht mit dem Neubau der Autobahnbrücke die millionenschwere Erweiterung der A 1 in die nächste Runde.

"Der Auftrag für den Neubau wird voraussichtlich im nächsten Monat vergeben", berichtet Thomas Bonda - beim Landesbetrieb Straßen NRW stellvertretender Leiter des zuständigen Planungs- und Baucenters Ruhr in Essen - auf Nachfrage der WZ. Danach wird der Auftragnehmer - es handelt sich nach WZ-Information um eine Firma aus Deutschland - die Brückenpläne technisch bearbeiten, was zwei bis drei Monate in Anspruch nehmen wird. Dazu gehören unter anderem umfangreiche statische Berechnungen: Die neue Stahlverbund-Brücke wird insgesamt 418 Meter lang und etwa 30 Meter hoch sein.

Größere Dauer-Sperrungen
wie beim Abriss wird es nicht geben

Bei zwei Jahren Bauzeit werden nach Angaben des Landesbetriebs gut 20 Millionen Euro in den Neubau investiert - aus Bundesmitteln. "Sperrungen unter der Brücke wie beim Abriss wird es dabei aber nicht geben", berichtet Bonda. Man gehe von einem Baustart im Frühjahr aus, sollte es keine Probleme im Rahmen der vorgeschriebenen europaweiten Ausschreibung geben.

Die Zahlen sprechen für sich: Allein für den Überbau der Brücke sind insgesamt gut 1800 Tonnen Stahl veranschlagt. Hinzu kommen unter anderem auch Betonfertigteile mit einem Volumen von 790 Kubikmetern. Fundamente und Stützwände mit einer Länge von 128 und 72Metern werden noch einmal mehr als 1400 Kubikmeter Beton verschlingen. Die Asphaltdecke des Brückenneubaus - sie dient dem sechsspurigen Ausbau der A 1 (siehe Info-Kasten oben) - wird beim Abschluss der Arbeiten im Jahr 2012 eine Fläche von gut 6320 Quadratmetern umfassen.

Wie berichtet, wurden die allergrößten Teile der Vorgänger-Konstruktion ab Frühjahr unter großem Aufwand demontiert und unter dem bereits bestehenden Brückenneubau der A 1 Stück für Stück zerlegt.

Seit mehr als fünf Jahren ist auch der Wuppertaler Teil der A 1 eine Großbaustelle: Mit dem Ausbau der Autobahn auf sechs Fahrspuren sind umfangreiche Lärmschutz- und Brückenarbeiten verbunden - wie jetzt an der Talbrücke Öhde.

Mit der Zielmarke 2012 wird ab Frühjahr 2010 der zweite Brückenneubau errichtet: Die Brücke, über die jetzt der Verkehr läuft, wurde vor fünf Jahren im so genannten Taktschiebe-Verfahren auf ihre Pfeiler gesetzt - in 30 Meter Höhe.

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