Der Trend zum geteilten Auto hält an, auch in Wuppertal.

Verkehr
Wer sich kein eigenes Auto leisten will, der teilt.

Wer sich kein eigenes Auto leisten will, der teilt.

Oliver Berg dpa/lnw

Wer sich kein eigenes Auto leisten will, der teilt.

Wuppertal. Immer mehr Menschen verzichten auf ein eigenes Auto und nutzen Car-Sharing-Angebote. Auch bei Cambio, dem Wuppertaler Anbieter, wächst die Kundenzahl. Er plant weitere Stationen, an denen die Fahrer in ihre Fahrzeuge einsteigen können.

Das Unternehmen mit Hauptsitz in Bremen hat 2010 den Car-Sharing-Geschäftszweig der Stadtwerke „Carriba“ übernommen. Die hatten bis zu 32 Stationen betrieben und über 3000 Kunden. Doch zuletzt schlossen sie aus wirtschaftlichen Gründen einige Stationen, bevor sie das Geschäft an Cambio verkauften.

Cambio startete mit 38 Fahrzeugen an 15 Stationen. Bald wurde die Zahl der Stationen auf 17 erweitert und die Flotte verändert: Da am häufigsten Kleinwagen gefragt sind, gibt es inzwischen davon die meisten Fahrzeuge, dafür weniger größere Kombis und Wagen mit mehr Stauraum. Bald stieg die Kundenzahl auf rund 1000.

Gebucht werden die Autos nach Auskunft von Cambio-Sprecherin Bettina Dannheide „überwiegend für Kurzstrecken“, das entspreche der Nutzung privater Autos. Die meisten buchten spontan, bis zu zwei Stunden vor dem Start. Fürs Wochenende müsse man früher planen, aber auch dann gebe es für spontane Wünsche meist noch freie Wagen. Nur einen Urlaub sollte man rechtzeitig anmelden.

Inzwischen liegt die Zahl der Kunden in Wuppertal bei 1180, zum Fuhrpark gehören 32 Autos. Die Zahl der Stationen soll wachsen: „Wir sind mit Vermietern in Verhandlung und planen, zwei bis vier neue Stationen“, so Bettina Dannheim. Dass das Car-Sharing die Zahl der Autos verringert, bestätigt sich nicht: Seit Jahren gibt es jedes Jahr rund 100 zugelassene Pkw mehr in Wuppertal, so die Auskunft der Stadt. Aktuell sind es 206 700.

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