Laut Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher bleibt das City Center eine Option. Auch der Wupperpark Ost wäre eine Alternative.

Laut Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher bleibt das City Center eine Option. Auch der Wupperpark Ost wäre eine Alternative.
Bisher ist die Polizei im Köbo-Haus untergebracht.

Bisher ist die Polizei im Köbo-Haus untergebracht.

Anna Schwartz

Bisher ist die Polizei im Köbo-Haus untergebracht.

Wuppertal. Wie sicher sind die Wuppertaler Bürgerinnen und Bürger? Wie sicher fühlen sie sich? Die Ereignisse in der Silvesternacht in Köln hat der Wuppertaler CDU-Landtagsabgeordnete Rainer Spiecker zum Anlass genommen, um in einer Presseerklärung entsprechende Fragen an Wuppertals Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher zu stellen. Er möchte zum Beispiel wissen, ob es neue Erkenntnisse zum künftigen Standort der neuen Polizeiwache im Elberfelder Zentrum gibt - nach Beendigung des Döppersberg-Umbaus.

„Die Wache gehört an den Döppersberg in unmittelbare Nähe zum Bahnhof und nicht abseits des Geschehens in das City Center an der Schloßbleiche“, fordert Spiecker. Das bekräftigte er auch noch mal am Freitagabend beim Neujahrsempfang der Katernberger CDU.

Wuppertals Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher erklärte auf Anfrage der WZ, dass die Suche nach einem geeigneten Standort längst begonnen habe. „Ich kann aber schon jetzt versichern, dass es auch nach dem Umbau eine Wache Döppersberg geben wird“, so Birgitta Radermacher.

Die Miete für die Polizeiwache muss bezahlbar sein. Der Standort müsse einige wichtige Kriterien erfüllen. So werden für die Wache rund 340 Quadratmeter benötigt, von denen der Großteil ebenerdig erreichbar sein müsse. Weitere Voraussetzungen seien zudem Kellerräume, in denen Schusswaffen gelagert werden könnten und die Möglichkeit, mit einem Streifenwagen vorzufahren.

„Eine entscheidende Frage bei der Standortwahl ist aber auch, ob es für die Polizei bezahlbar ist. Quadratmeterpreise von 40 bis 60 Euro, wie sie in den geplanten Geschäftsgebäuden am Döppersberg vermutlich aufgerufen werden, kann die Polizei nicht als Miete bezahlen“, sagt die Polizeipräsidentin.

Radermacher: Personalbestand zuletzt leicht gestiegen

Das City Center sei nicht so extrem weit weg vom Döppersberg. Geprüft werde aber auch, ob die Polizeiwache im geplanten Wupperpark Ost eingerichtet werden kann. Dort baut die Stadt einen Info-Pavillon des Wuppertal Marketing und der Wuppertaler Bühnen.

Rainer Spiecker hat noch weitere Fragen gestellt: „Wo gibt es in den Stadtbezirken Polizeiwachen und wie lange haben diese geöffnet?“ „Was passiert, wenn nach Dienstschluss ein Delikt gemeldet wird? Ist die Polizei dann schnell genug vor Ort? Gibt es überhaupt genug Polizeibeamte in Wuppertal?“

Birgitta Radermacher sieht keinen Grund zur Beunruhigung. In den vergangenen Jahren sei der Personalbestand leicht gestiegen. 2016 werde er auf dem ungefähren Stand bleiben. „Das könnte 2019 anders sein, aber das ist Zukunftsmusik“, so Radermacher.

In Wuppertal gibt es fünf Polizeiwachen. Die Wachen in Barmen, Elberfeld und Vohwinkel sind an sieben Tagen in der Woche und rund um die Uhr besetzt. Außerdem gibt es Tageswachen am Alten Markt und Döppersberg sowie Polizeidienststellen in den einzelnen Stadtteilen.

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