Nach der Sanierung sollen im Februar das Gartenhallenbad, im Sommer das Bad Röttgen wieder in Betrieb gehen. Die Folgen für Vohwinkel und Ronsdorf sind unmittelbar.

Cronenberg/Uellendahl
In Cronenberg sind die Sanierungsarbeiten fast abgeschlossen...

In Cronenberg sind die Sanierungsarbeiten fast abgeschlossen...

...am Röttgen noch voll im Gange.

Andreas Fischer, Bild 1 von 2

In Cronenberg sind die Sanierungsarbeiten fast abgeschlossen...

Wuppertal. Nach fast einem Jahr mit energetischer Sanierung wird im Gartenhallenbad in Cronenberg ab Februar wieder geschwommen. Zunächst nur im Probebetrieb, spätestens ab 1. März, wenn die Technik einreguliert ist, auch wieder täglich für die Öffentlichkeit. „Wir sind im Zeitplan“, sagte Hans-Uwe Flunkert, Chef des Gebäudemanagements, am Dienstag bei einer Baustellenbegehung. Noch nicht ganz so weit ist das Gebäudemanagement im zeitgleich restaurierten Hallenbad Röttgen, wo der Betrieb im Mai wieder starten soll.

4,4 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II verwendet

„Insgesamt werden wir 4,4 Millionen Euro investieren, wozu wir zum Glück durch das Konjunkturpaket II die Möglichkeit bekommen haben. Danach sind alle städischen Bäder auf neuestem Stand“, betont Oberbürgermeister Peter Jung.

Der Baufortschritt bedeutet aber auch, dass bereits zum 1. Februar nicht mehr genug Personal zur Verfügung steht, um die im Haushaltssicherungkonzept auf der Streichliste stehenden Hallenbäder in Vohwinkel und Ronsdorf weiterbetreiben zu können. Und die Zeit wird für die jeweiligen Fördervereine, die sich gebildet haben, knapp, um ihre Konzepte mit eigenem Personal zu verwirklichen.

„Ich bin zuversichtlich, dass das klappen kann“, sagt Bernd Bever, Abteilungsleiter Bäder bei der Stadtverwaltung. Allerdings gibt es nächste Woche entscheidende Gespräche der Vereine mit Kämmerer Johannes Slawig, wo es unter anderem um mögliche Kostenbeteiligungen geht.

Röttgen: Nur noch knappe Zeiten für den Publikums-Verkehr

Dass die Stadt weiter Personal für die beiden Bäder abstelle, sei ausgeschlossen, erläutert Bever. „Allein für Cronenberg brauche ich rund 20 Mitarbeiter, das Personal habe ich sonst nicht.“ Selbst ohne Vohwinkel und Ronsdorf würden bereits acht Mitarbeiter fehlen, um alle städtischen Bäder wie bisher betreiben zu können.

Austausch zweier alter Heizkessel gegen einen Brennwertkessel, Einbau eines Blockheizkraftwerks, das die gesamte Energie liefert. Erneuerung der Lüftung mit einem Wärmerückgewinnungsgrad von 70 Prozent. Neue gläserne Wärmeschutz-Trennwand zum Eingangsbereich hin, analog dem Schwesterbad Langerfeld. Neue Duschpaneele im Schwimmbadbereich, neue Armaturen in der Sauna. Erwartete Energiekostenersparnis: 50 Prozent gegenüber der Zeit vor dem Umbau. Investitionskosten: 2 Millionen Euro.

600 Quadratmeter Glasfassade mit Wärmeschutzglas und Sonnenschutz erneuert, neue Deckenverkleidung. Neue Lüftung mit Wärmerückgewinnung. Demontage alter Warmwasserkessel, Betrieb künftig nur nach dem Prinzip Durchlauferhitzer. Behindertengerechter Aufzug, zusätzlicher barrierefreier Umkleide- und Sanitärbereich. Investitionskosten 2,4 Millionen Euro. Erwartete Energiekostenersparnis: 200.000 Euro jährlich.

Die Konsequenzen wird man auch am Röttgen spüren. Neben Frühschwimmerzeiten wird es künftig nur noch an einem Nachmittag öffentlichen Badebetrieb geben. Ansonsten bleibt das Bad Schulklassen und Vereinen vorbehalten, die die Schlüsselgewalt übernehmen sollen. Dieser Bereich machte dort ohnehin rund 50 Prozent der bisher jährlich rund 160 000 Besuche aus. Bever: „Cronenberg hat dagegen mit rund 80 Prozent von 180 000 Besuchern jährlich einen hohen öffenlichen Badeanteil.“

Darauf legt auch Bezirksbürgermeister Michael-Georg von Wenczowsky Wert. „Das Hallenbad ist ein Bürgerbad, und ich bin froh, dass mit der Technik-Erneuerung ein Beitrag zum langfristen Erhalt geleistet wurde“, sagt er zu einer möglichen Diskussion, warum Cronenberg mit dem Leistungszentrum sogar zwei Bäder habe.