Winterdienst: 40 Streuwagen ab 16.30 Uhr im Dauereinsatz.

Der Tag, an dem der Schnee kam: Für viele Autofahrergab es nicht nur lange Staus zu überstehen. Es gab auch jede Menge Unfälle – wie an der Vogelsangstraße.
Der Tag, an dem der Schnee kam: Für viele Autofahrergab es nicht nur lange Staus zu überstehen. Es gab auch jede Menge Unfälle – wie an der Vogelsangstraße.

Der Tag, an dem der Schnee kam: Für viele Autofahrergab es nicht nur lange Staus zu überstehen. Es gab auch jede Menge Unfälle – wie an der Vogelsangstraße.

Andreas Fischer (2), Uwe Schinkel

Der Tag, an dem der Schnee kam: Für viele Autofahrergab es nicht nur lange Staus zu überstehen. Es gab auch jede Menge Unfälle – wie an der Vogelsangstraße.

Wuppertal. Darüber, wann der Regen in Wuppertal zu Schnee wurde, gingen die Meinungen gestern auseinander. Fakt ist: Ab 16.30Uhr hatte der Winter zumindest die Höhenzüge - insbesondere Rondsorf und Cronenberg - wieder fest im Griff. Wer mit dem Bus dorthin wollte, hatte Pech. Erst ab 20Uhr steuerten die Stadtwerke die Höhen wieder an.

Zuvor hatten sie ihre Busfahrer angewiesen, an der jeweils nächsten Haltestelle den Einsatz des Winterdienstes abzuwarten. Der war zwar den ganzen Tag in Bereitschaft. Vorarbeiten in Form von Streuen machte jedoch keinen Sinn: Andreas Walter vom städtischen Winterdienst : "Der Dauerregen hätte das Salz sofort wieder weggespült."

Somit machte der Wetterumschwung allen Planungen einen dicken Strich durch die Rechnung. Der Wechsel von Dauerregen zu Schneeböen kam nämlich zur besten Berufsverkehrszeit. Und prompt gab es nicht nur genervte Buskunden, sondern auch gestresste Winterdienstler. An der steilen Oberbergischen Straße beispielsweise kam einer der 40Wuppertaler Streuwagen nicht mehr vom Fleck. Das lag jedoch nicht an der schneeglatten Fahrbahn, sondern an einem Autofahrer, der an Ort und Stelle seinen Wagen zurückgelassen hatte.

"Der Schnee kam zu früh."

Andreas Walter, Winterdienst-Chef, zur Rückkehr des Winters am Dienstagnachmittag

Offensichtlich aus Furcht vor einer Rutschpartie samt Unfall. Der Haken daran: Dabei parkte er einen Streuwagen zu. Andernorts blockierten liegengebliebene Lastwagen den Verkehr.

Im Schnitt brauchten die Streuwagen 30bis 40 Minuten, um ihren zuvor festgelegten Einsatzort zu erreichen. Zur Rushhour ist das viel Zeit. Entsprechend lang waren die Staus. Fünf-Minuten-Strecken, beispielsweise von der Varresbeck nach Elberfeld, wurden zur Geduldsprobe.

Auch auf den Autobahnen 1 und 46 ging zwischenzeitlich nichts mehr. Und quasi minütlich stieg die Zahl der Schnee-Unfälle. In der Leitstelle der Polizei herrschte am frühen Abend Hochbetrieb. Bis gegen 21Uhr wurden 17Unfälle in Wuppertal registriert. Die gute Nachricht: Es blieb bei Blechschäden.

Bis 21 Uhr war der Winterdienst gestern im Einsatz. Ab diesem Zeitpunkt blieb dann der Notdienst in Bereitschaft. "Für Rettungseinsätze oder die Polizei stehen wir dann noch bereit", sagt Winterdienst-Chef Walter. Für den Rest der Mannschaft gilt es Ruhezeiten einzuhalten. Denn ab 3.30Uhr wird auf Wuppertals Straßen wieder geräumt und gestreut. Vorsicht ist geboten. Auch heute soll es wieder schneien.

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