Laut Innenministerium soll nur die Fläche am Buschland für die Polizei genutzt werden. Den Rest kann die Stadt haben.

Für das Regionale Trainings-Zentrum (RTZ) werden an der Müngstener Straße 40 000 Quadratmeter benötigt.
Die Stadt hätte das Polizeigelände auf Lichtscheid gern für Wohnbebauung. Das Land will es anscheinend aber nicht abgeben. Archiv

Die Stadt hätte das Polizeigelände auf Lichtscheid gern für Wohnbebauung. Das Land will es anscheinend aber nicht abgeben. Archiv

Uwe Schinkel

Die Stadt hätte das Polizeigelände auf Lichtscheid gern für Wohnbebauung. Das Land will es anscheinend aber nicht abgeben. Archiv

Das Geheimnis lüftet sich. Die Stadt Wuppertal darf weiter darauf hoffen, auf Lichtscheid ein hochwertiges Wohngebiet planen zu können. „Für das Regionale Trainings-Zentrum wird die Fläche am Buschland benötigt“, sagte der Wuppertaler Landtagsabgeordnete Andreas Bialas (SPD) gestern. Demnach soll das Trainingszentrum nebst Schießbahn dort gebaut werden, wo jetzt der Sportplatz, die Halle und der alte Schießstand stehen. Maximal stehen für das Trainingszentrum je nach Ausstattung (Parken, Übernachtung, Amok-Training, neuer Schießstand) 43 000 Quadratmeter zur Verfügung. „Ich begrüße den Um- oder Neubau in Richtung Ausbildungszentrum als positiven Standortfaktor. Auch Polizei habe ich immer gern in der Stadt“, sagt Bialas.

Die Gebäude der Bereitschaftspolizei stehen zwischen Buschland und Müngstener Straße auf einem Gelände, das weitere 73 000 Quadratmeter umfasst. Hier könnte die Stadt ein Wohnquartier entwickeln, wenn sichergestellt ist, dass das Land NRW die Fläche nicht mehr benötigt.

Voraussetzung dafür wiederum ist, dass Wuppertal auf dem Gelände Kleine Höhe zwischen Wuppertal und Velbert Baurecht für eine Forensik schafft, die 50 000 Quadratmeter Fläche benötigt.

Ministerin Steffens favorisiert die Kleine Höhe

In diesem Zusammenhang äußerte sich auch das NRW-Gesundheitsministerium. Darin spricht Ministerin Barbara Steffens sich unter Bedingungen für die Kleine Höhe aus. „Führt das Bebauungsplanverfahren der Stadt für die Kleine Höhe zu einem passenden Grundstücksangebot an das Land, wäre dieser Standort nach den Bewertungskriterien des Landes aus heutiger Sicht dann besser geeignet als die derzeit vom Land zu favorisierende eigene Fläche an der Müngstener Straße auf Lichtscheid“, sagt die Grünen-Politikerin.

Für die Bürgerinitiative „Keine Forensik auf Lichtscheid“ hat sich nach Aussagen ihres Sprechers Georg Weber an der Sachlage nichts geändert, zumal das Land die Forensikplätze schnell brauche und die Fläche auf Lichtscheid frühestens ab 2022 frei werde. „Wir gehen davon aus, dass der Oberbürgermeister Mucke, die Stadtverwaltung und der Stadtrat sowie die Wuppertaler Landtagsabgeordneten sich weiterhin für eine Wohnbebauung einsetzen werden.“ Dabei werde es für Bürger und Bürgervereine sicher Möglichkeiten geben, sich in die Planungen einzubringen. ll

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