Zwei Geburtstage und Anekdoten aus 100 Lebensjahren wurden gefeiert.

102 Jahre Emmi Wiench
Emmi Wiench (Mitte) mit ihrer Schwester Hilde Wolf (rechts) und Paul Dreps, der das Fest mitorganisiert hatte.

Emmi Wiench (Mitte) mit ihrer Schwester Hilde Wolf (rechts) und Paul Dreps, der das Fest mitorganisiert hatte.

Adelheid Hans mit ihrer Tochter Marlis Kippels (2. v. r.) und Roswitha Mertes (Heimleitung).

Mathias Kehren, Bild 1 von 2

Emmi Wiench (Mitte) mit ihrer Schwester Hilde Wolf (rechts) und Paul Dreps, der das Fest mitorganisiert hatte.

Wuppertal. Als Robert Edwin Peary 1909 auf dem Weg zum Nordpol war, wurde Emmi Wiench geboren. Mit 102 Jahren ist sie eine der ältesten Bewohnerinnen im Reformierten Gemeindestift Blankstraße. Am Sonntag feierte sie die „100 plus“ mit Blick über Elberfeld. Schwester Hilde Wolff – selbst bereits 93 Jahre alt – ließ es sich nicht nehmen, ein paar Worte an die große Schwester zu richten: „Als älteste Schwester hast du uns gut erzogen, aber Nähen hast du mir nicht beigebracht.“

Christa Wohlert zum Alter ihrer Tanten: „Das liegt in der Familie“

Mit einem herzlichen Lachen reagierte Emmi Wiench auf die nicht ganz ernst gemeinte Kritik der Schwester. Gemeinsam unternehmen die beiden täglich Spaziergänge oder besuchen die dritte Schwester Elisabeth Wolff, auch schon 94. „Das liegt in der Familie“, erzählte Nichte Christa Wohlert am Rande der Feierlichkeiten. Und Mitbewohnerin Vera Blumenthal bedankte sich für die vielen gemeinsamen „Mensch-Ärgere-Dich-nicht“-Spiele. Froh war Vera Blumenthal darüber, dass sie nicht um Geld gespielt hatten: „Die Emmi ist eine Zockerin, die hätte mich arm gemacht.“

Auch als die zweite Wuppertaler Jubilarin des Wochenendes zur Welt kam, waren Menschen unterwegs zu einem der Pole: Roald Amundsen und Robert Falcon Scott lieferten sich einen Wettlauf zum Südpol, als Adelheid Hans vor 100 Jahren geboren wurde. Die Bewohnerin des Johannes-Haus in Barmen feierte ihr Jubiläum mit Verwandten, Freunden und Mitbewohnern.

Wunsch: Chorgesang „und ein paar Bohnen mehr im Kaffee“

Gewünscht hatte sich die Seniorin nur zwei Dinge: Einen Männerchor und „ein paar Bohnen mehr im Kaffee“. Und beide Wünsche wurden ihr erfüllt – der Kaffee schmeckte vorzüglich und der evangelische Männerchor Wichlinghausen nahm Adelheid Hans und ihre Gäste mit auf eine musikalische Reise um die Welt. Zuvor hatten Cornelia Kottmann und ihr Mann die Jubilarin besucht: Vor mehr als 30 Jahren waren Kottmanns – damals in „wilder Ehe“ lebend – in das Haus von Adelheid Hans gezogen. „Aber sie heiraten doch noch?“ hatte die damals gefragt. Sie heirateten und Tochter Silvia wurde ein gern gesehener Gast bei Adelheid Hans.

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