Die App „Glücklich in Wuppertal“ schärft im Test die Wahrnehmung des Alltags.

Wuppertal. Was ist Glück? Und was macht mich glücklich? Diese Fragen lassen sich mit der App „Glücklich in Wuppertal“ vom Wuppertal Institut, der Happiness Research Organisation und der Sparkasse Wuppertal recht leicht beantworten. In der Anwendung kann nämlich eine Woche lang ein Glückstagebuch ausgefüllt werden. Darin steht dann, was man wann wie und wo gemacht hat. Das kostet zwar Zeit, hilft aber dabei, ein wenig bewusster durchs Leben zu gehen.

Meine persönliche Glückstagebuch-Woche ist längst abgelaufen. Aber noch immer mache ich mir abends Gedanken darüber, was am Tag gut war und was vielleicht noch gut wird. Oft geschieht das auf der kurzen Fahrt von der Arbeitsstätte nach Hause. Dann stelle ich mir beispielsweise vor, wie mich mein kleiner Hund mit einem kurzen freudigen Bellen und schwanzwedelnd an der Tür begrüßt, wenn ich selbige aufschließe. Vor einiger Zeit trübte die Aussicht auf einen längeren Klinikaufenthalt des kleinen Schützlings diesen Gedanken. Die Fellnase ist sehr krank, obwohl er erst anderthalb Jahre alt ist. Er kann nur noch wenige Nährstoffe aufnehmen, weshalb er auch fast immer hungrig ist. Eine Untersuchung in einer Spezialklinik sollte Gewissheit darüber bringen, wie dem Jack Russell – eine eigentlich sehr robuste Hunderasse – geholfen werden kann.

Dabei stand auch ein kleiner Eingriff an, der eine Narkose erforderte. Ein nicht ganz ungefährliches Unterfangen bei einem sehr leichten Hund. Natürlich macht man sich so seine Gedanken, malt sich die schlimmsten Szenarien aus. Vor allem dann, wenn der erlösende Anruf aus der Klinik auch um 18 Uhr noch nicht eingegangen ist, obwohl er bereits für den Mittag angekündigt worden war.

Tatsächlich hatte man das Telefonat einfach vergessen. Vielleicht lag das daran, dass es dem jungen Rüden nach der Narkose wider Erwarten blendend ging? So war jedenfalls der Eindruck, als er sein Frauchen und mich erblickte, dann schnellstmöglich auf uns zurannte, kurz bellte und wild mit dem Schwanz wedelte. Es folgten pure Erleichterung – und ein unbeschreibliches Glücksgefühl.

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