51 Prozent sollen an die Hospitalgesellschaft der Cellitinnen gehen. Am Freitag tagt der Aufsichtsrat.

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Auch das Wuppertaler Petrus-Krankenhaus gehört zum Bündnis Kliniken St. Antonius.

Auch das Wuppertaler Petrus-Krankenhaus gehört zum Bündnis Kliniken St. Antonius.

A. Fischer

Auch das Wuppertaler Petrus-Krankenhaus gehört zum Bündnis Kliniken St. Antonius.

Wuppertal. Bei der Aufsichtsratssitzung der Kliniken St. Antonius am Freitag wird es hoch hergehen. Wie die WZ jetzt erfuhr, steht zur Diskussion, dass die Hospitalvereinigung St. Marien GmbH, die die vier Krankenhäuser der Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria in Köln betreibt, 51 Prozent der Kliniken St. Antonius übernehmen soll. Wie berichtet, laufen Dreier-Gespräche. Mit ins Boot soll als weiterer Partner St. Josef aus Wuppertal.

Wird Martin Stein von den Cellitinnen Chef?

Auch wird bereits der Name von Martin Stein, stellvertretender Geschäftsführer der Hospitalvereinigung St. Marien, als möglicher Geschäftsführer für Wuppertal gehandelt. Allerdings wurde der Vertrag von Antonius-Geschäftsführer Michael Kaufmann gerade erst verlängert. Denkbar wäre auch eine Doppelspitze von Kaufmann und Stein.

"Herr Kaufmann ist und bleibt Geschäftsführer", sagt Walter Blum, Aufsichtsratsvorsitzender der Kliniken St. Antonius. Für die Dreier-Gespräche gelte: "Sie finden in einer zielführenden Atmosphäre statt." Ralf Nennhaus, Geschäftsführer von St. Josef, geht davon aus, dass die Gespräche noch bis Ende des Monats dauern werden.

Ein weiterer spannender Aspekt: Voraussetzung für den Zusammenschluss der Kliniken St.Antonius mit einem Partner war bisher immer, dass dieser ein katholischer und gemeinnütziger Träger sein sollte. Die Hospitalvereinigung St. Marien GmbH ist Tochter der Stiftung der Cellitinnen.

Dahinter stehen aber treuhänderisch tätige Gesellschafter, wie auf der Internetseite der Hospitalvereinigung zu lesen ist. Diese Gesellschafter sollen wiederum Privatpersonen sein. Das würde bedeuten, dass eine der wichtigen Voraussetzungen für den Zusammenschluss möglicherweise nicht erfüllt wird.

Eigentümer der Kliniken St. Antonius ist die Gemeinde St. Antonius.

Zu den Kliniken gehören in Wuppertal und Umgebung: Petrus-Krankenhaus, Klinik für Geriatrische Rehabilitation, Klinik Vogelsangstraße, Johanniter Tageskliniken, Elisabeth-Krankenhaus (Velbert), Marienhospital (Schwelm), Gesundheitszentrum (Wülfrath).

Vor kurzem hatten sich auch drei große Gemeinschaftspraxen, die alle lang und eng mit Antonius verbunden sind, in die Zukunftsdiskussion eingebracht: Radprax, die orthopädische Gemeinschaftspraxis am Alten Markt und die Augenklinik OZW an der Carnaper Straße, wollen sich konzeptionell und finanziell beteiligen. "Weder die Kliniken St. Antonius noch die Cellitinnen sind auf uns zugekommen. Es gibt noch keine offizielle Reaktion", heißt es von Radprax-Geschäftsführer Dr. Heiner Steffens.

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