Als Ersatz für die bisherige Zufahrt am Eichenhofer Weg soll das Möbelhaus mit Fachmarktzentrum von der Wittener Straße aus zu erreichen sein. Dazu gibt es viele Fragen.

Auf diesem Gelände soll Ikea entstehen – erreichbar direkt über die Schmiedestraße. (zwei Fotos)
Auf diesem Gelände soll Ikea entstehen – erreichbar direkt über die Schmiedestraße. (zwei Fotos)

Auf diesem Gelände soll Ikea entstehen – erreichbar direkt über die Schmiedestraße. (zwei Fotos)

Ein Blick auf die Schmiedestraße und die Wittener Straße – Richtung Ikea: Das Möbelhaus und sein Fachmarkzentrum sollen bei ihrer Ende 2014 geplanten Eröffnung von hier aus zu erreichen sein. Der Eichenhofer Weg bliebe damit außen vor. Über ihn rollt bisher der Verkehr zur Eigenheimausstellung.

Peter Sondermann, www.city-luftbilder.de, Bild 1 von 2

Auf diesem Gelände soll Ikea entstehen – erreichbar direkt über die Schmiedestraße. (zwei Fotos)

Wuppertal. 2012 werden sie mit Spannung erwartet – die Fachgutachten zur geplanten Ansiedlung des Ikea-Möbelhauses mit Fachmarktzentrum im Wuppertaler Norden. Den Nächstebreckern geht es dann vor allen Dingen um den Verkehr vor ihrer Haustür und um die Frage, wie ihr neuer großer Nachbar zu erreichen sein wird, ohne dass es Staus gibt.

Baustellenjahre bis 2014: Sorge um Schulwege und bei Geschäftsleuten

Jenseits aller Expertisen, die im Rahmen der Bürgerbeteiligung im nächsten Jahr öffentlich vorgestellt werden, steht eines bei den Planern jetzt schon fest: Der Eichenhofer Weg kommt als Zufahrt zu Ikea nicht in Frage. Vielmehr soll das Gelände direkt von der Schmiedestraße und der Wittener Straße aus erschlossen werden – und das ohne Rückstaus.

Nach aktuellem Stand läge die Ikea-Zufahrt etwas oberhalb der Shell-Tankstelle und in Höhe der Wohnsiedlung gegenüber. Einen eigenen Anschluss direkt von der Autobahn wird es definitiv nicht geben, betonen die Stadtverwaltung und der Landesbetrieb Straßen NRW auf WZ-Nachfrage.

Ein Vorteil der Anbindung über die Schmiedestraße unterhalb des Kreisverkehrs und die Wittener Straße liegt in der Nähe zum Autobahnanschluss zur A 1 und auch zur A 46. Wie berichtet, rechnet Ikea damit, dass viele Kunden aus angrenzenden Städten gerade auch die A 1 nutzen werden.

Frank Meyer, Verkehrs- und Baudezernent der Stadt Wuppertal, betont auf WZ-Nachfrage unterdessen, dass Ikea fest zugesichert habe, sowohl die Zufahrt auf das Gelände als auch die damit verbundene „Ertüchtigung der vorhandenen Knoten“ zu bezahlen. Auch legt das Unternehmen nach eigenem Bekunden größten Wert auf eine reibungslose Abwicklung des Verkehrs in seiner Nachbarschaft.

Eine Grundlage der Diskussion ist auch ein Bürgerantrag, der sich für den Erhalt der Eigenheimausstellung und die Ikea-Ansiedlung an einem anderen Standort ausspricht und im Hauptausschuss der Politik vorgestellt wurde.

Abgesehen von offenen Fragen zum Verkehr geht es im Bürgerantrag um den Stellenwert der Hausausstellung mit Blick auf effiziente und umweltschonende Neubauten in Zeiten der Energiewende. Befürchtet wird eine Abwanderung der Ausstellung nach Dortmund.        

Und von dort aus ist mit vielen Fragen, Anregungen und Erwartungen zu rechnen: Wie berichtet, ist die Sicherung der zum Teil schlecht ausgebauten Fuß- und Schulwege rund um den Kreisverkehr Schmiedestraße bereits seit Jahren ein Thema – und hat zwischenzeitlich selbst den Petitionsausschuss des Landtags beschäftigt. „Die Frage der Schulwegsicherung wird im Laufe des Verfahrens natürlich zu klären sein“, erklärt Meyer.

Jenseits aller Grundsatzkritik am Wegzug der Eigenheimausstellung und an der geplanten Ikea-Ansiedlung (siehe Kasten) verfolgen gerade auch Geschäftsleute entlang der Schmiedestraße die Entwicklung mit Sorge: „Wir mussten damals schon um Unterstützung kämpfen, als die Straße hier umgebaut wurde“, heißt es etwa in der Nachbarschaft des Kreisverkehrs. „Das muss bei Ikea unbedingt anders werden, wenn wir wirtschaftlich überleben wollen. Und dabei ist dann auch die Stadt Wuppertal gefragt.“

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