Am 4. Januar kam das Eisbärenmädchen zur Welt. Damit beenden Mutter Vilma und Vater Lars eine mehr als 16-jährige Wartezeit.

Eisbär Mutter Vilma mit Baby Anori
Mutter Vilma mit Baby Anori - die ersten Bilder von den beiden stammen von der Überwachungskamera aus der Wurfhöhle.

Mutter Vilma mit Baby Anori - die ersten Bilder von den beiden stammen von der Überwachungskamera aus der Wurfhöhle.

Vilma und Anori haben momentan nichts besseres zu tun, als zu kuscheln. Ihre sichere Wurfhöhle werden die beiden wohl erst Anfang April zum ersten Mal verlassen.

Die stolzen Eltern: Lars (links) und Vilma. Für die beiden ist es das erste gemeinsame Jungtier. Lars hatte 2006 bereits den berühmten Berliner Eisbären Knut gezeugt, der mit der Flasche aufgezogen werden musste. In Wuppertal läuft bisher alles glatt: Vilma kümmert sich bestens um die kleine Anori.

Zoo Wuppertal, Bild 1 von 3

Mutter Vilma mit Baby Anori - die ersten Bilder von den beiden stammen von der Überwachungskamera aus der Wurfhöhle.

Wuppertal. Kuscheln, das ist momentan die Lieblingsbeschäftigung von Eisbärendame Vilma und ihrer Tochter Anori. Am 4. Januar kam das Mädchen im Wuppertaler Zoo zur Welt. Ihre Eltern sind die neunjährige Vilma, die im Dezember 2010 nach Wuppertal kam, und der 18-jährige Lars, der seit rund zwei Jahren im Zoo lebt. Für die beiden ist die Kleine der erste gemeinsame Nachwuchs.

Anori wird vermutlich mit vier bis fünf Wochen die Augen öffnen

Jerka, die Vorgängerin von Vilma, bekam trotz zahlreicher Versuche kein Jungtier. Sowohl mit Boris als auch mit seinem Nachfolger Lars klappte die Kinderplanung einfach nicht. Vilma und Lars beenden jetzt das 16 Jahre lange Warten auf Eisbärennachwuchs im Wuppertaler Zoo.

„Wir freuen uns sehr“, sagte Biologe Andreas Haeser-Kalthoff vom Wuppertaler Zoo am Dienstag gegenüber der WZ. Mutter und Kind bleiben bis Anfang April hinter den Zoo-Kulissen in ihrer Wurfbox. Bis dahin muss Vilma mit Luft und Liebe auskommen, zu fressen wird es für sie nichts geben: „Das ist auch in der Natur so üblich. Die Mütter ziehen sich mehrere Wochen mit ihrem Nachwuchs in eine Schneehöhle zurück“, erklärt Haeser-Kalthoff. Ihren Vater Lars wird die kleine erst mal nicht kennenlernen. Anfang April werden sie und ihre Mutter die kleine Eisbärenanlage beziehen, Lars bleibt im größeren Gehege. Die kleine Anori verzögert den Ausbau der Eisbärenanlage – sie wird mindestens zwei Jahre von der Mutter gesäugt. „In dieser Zeit werden wir die Erweiterung vermutlich nicht anpacken“, sagt Haeser-Kalthoff.

Die Aufzucht des Eisbärenmädchens steht jetzt im Vordergrund. Mutter Vilma macht ihren Job bisher gut – aber der Biologe warnt: „Wir sind noch in einer empfindlichen Phase.“ Anori hat noch nicht einmal die Augen geöffnet. Mit spätestens vier, fünf Wochen wird sie den ersten Blick auf ihre liebevolle Mama werfen können. Einen Rekord hat die Kleine in jedem Fall schon erreicht: Noch nie ist ein Wuppertaler Eisbärenjunges der Öffentlichkeit so früh vorgestellt worden. Das verdankt sie wohl ihrem Halbbruder Knut.

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