Anstieg des Wupper-Pegels erwartet – Baumbestand noch ohne große Schäden – Fenster schließen.

Das Bild spricht für sich: Hochwasser in der Wupper. Bald haben auch die Pinguine am Fluss nasse Füße.
Das Bild spricht für sich: Hochwasser in der Wupper. Bald haben auch die Pinguine am Fluss nasse Füße.

Das Bild spricht für sich: Hochwasser in der Wupper. Bald haben auch die Pinguine am Fluss nasse Füße.

Andreas Fischer

Das Bild spricht für sich: Hochwasser in der Wupper. Bald haben auch die Pinguine am Fluss nasse Füße.

Wuppertal. Das Tief „Ulli“ hat Wuppertal eben erst durchgeschüttelt, da nahte mit „Andrea“ schon der nächste Sturm: Die Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes gilt auch für das Stadtgebiet – Donnerstag von drei Uhr früh bis zum Abend um 18 Uhr. Erwartet werden sturm- und im Tagesverlauf dann auch orkanartige Böen mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 Stundenkilometern. Und viel Regen.

„Stadt und Feuerwehr rufen dazu auf, sich während dieser Zeit entsprechend umsichtig zu verhalten“, heißt es vom Presseamt: Fenster und Türen sollten möglichst geschlossen bleiben. Gegenstände, die der Wind erfassen kann – wie etwa Mülltonnen, Sonnenschirme, Fenster- und Rollläden – sollten entweder ins Haus geholt oder entsprechend befestigt werden.

Sturmholz: Auf keinen Fall Wälder und Parks betreten

Eindringlich warnt Albert Vosteen vom Forstamt der Stadt auf WZ-Nachfrage davor, auch in den nächsten Tagen Baumbestände zu betreten: Lose Äste und angeschlagene Bäume können lebensgefährlich werden.

Höchste Vorsicht ist auch bei Baugerüsten und herabhängenden Stromleitungen geboten. Wer eben kann, sollte im Sturm außerdem auf Autofahrten verzichten. Gerade Lastwagen bieten dem Wind eine große Angriffsfläche, umgestürzte Bäume können Straßen blockieren: Nach den Regenfällen der vergangenen Wochen ist an vielen Stellen der Boden aufgeweicht und bietet dem Wurzelwerk nicht mehr den gewohnten Halt. Bislang hielten sich die Schäden in den Baumbeständen nach „Ulli“ aber in Grenzen, berichtet Vosteen.

Auch beim Wupperverband ist alles in Alarmbereitschaft: Der Wupper-Pegel ist mit 48 Kubikmetern Wasser pro Sekunde und einem Wasserstand von 1,24 Metern am Messpunkt Kluse zwar noch nicht besorgniserregend – aber nahe an der Vorwarnstufe von 50 Kubikmetern.

Am Montag lag der Pegel nach Dauerregen am Wochenende bereits bei 63 Kubikmetern. In den Talsperren befinde sich noch genug Stauraum, erklärt Susanne Fischer vom Wupperverband auf WZ-Nachfrage.

Noch genug Stauraum in den Talsperren, Bäche kritisch

So ist die Wuppertalsperre derzeit mit 14,3 Millionen Kubikmetern Wasser gefüllt. Sie fasst insgesamt aber gut 25,6 Millionen Kubikmeter.

Weitaus kritischer sind derzeit die Bachläufe: Besondere Schwachstellen sind Rechen, die durch Sturmholz blockiert werden und dann ein Hochwasser nach sich ziehen können.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer