Das Medienprojekt zeigte Filme über die Sucht – aber auch über die Wege zurück.

Erik Blumental, Jan Killmann, Morris Meier, Konstantin Koewius und Jannik Zaremba (von links) warnen im Cinemaxx vor anderen Welten.
Erik Blumental, Jan Killmann, Morris Meier, Konstantin Koewius und Jannik Zaremba (von links) warnen im Cinemaxx vor anderen Welten.

Erik Blumental, Jan Killmann, Morris Meier, Konstantin Koewius und Jannik Zaremba (von links) warnen im Cinemaxx vor anderen Welten.

Gerhardt Bartsch

Erik Blumental, Jan Killmann, Morris Meier, Konstantin Koewius und Jannik Zaremba (von links) warnen im Cinemaxx vor anderen Welten.

Wuppertal. Der Kinosaal 6 im Cinemaxx Wuppertal ist sehr gut besucht. Und das an einem Dienstagabend. Die Premiere von „Andere Welten“ scheint ein ganz besonderes Interesse zu wecken. Es geht um den exzessiven Internetkonsum von Jugendlichen.

„Andere Welten“ ist aufgeteilt in zwei Filme. Im ersten Film geht es um die Nutzung von sozialen Medien, wie Facebook oder WhatsApp, der zweite Film behandelt das Thema Computerspiele, vor allem das Onlinegaming.

Jugendliche schildern ihre Erfahrungen

In beiden Filmen kommen Jugendliche und Experten zu Wort. Die Jugendlichen erklären ihren Umgang mit dem Internet. Wie viel Zeit sie am Computer oder am Handy online sind, was der Reiz ist und mit wem sie über das Internet in Kontakt treten.

Im Film erklärt die 15-jährige Charlotte: „In sozialen Medien verhalten sich die Meisten oberflächlicher. Man fragt zwar, wie es dem anderen geht, aber die meisten antworten nur „gut und dir?“ „Ernste Themen bespricht man nicht auf Facebook.“

Im zweiten Film berichten einige Jugendliche von ihren Suchterfahrungen und erzählen, was und wer ihnen aus der virtuellen Welt zurück in die reale Welt geholfen hat. „Das Onlinegaming war für mich eine Flucht vor der Wirklichkeit. Ich habe darauf geachtet, niemanden zu sehen. Darum hab ich meinen Tagesablauf umgestellt. Nachts habe ich gezockt und tagsüber geschlafen“, sagt der 22-jährige Erik. Jannis Wlachojiannis von Lost in Space, einer Beratungsstelle für Internetsuchtgefährdete in Berlin, erzählt: „Ich habe einmal einen Jugendlichen betreut, dessen Eltern über die Sommerferien nicht da waren und der das Zeitgefühl verloren hatte. Er hat die Ferien durchgespielt und verpasste den Schulanfang um eine Woche.“

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