Nordbahntrasse: An der Benrather Straße kann die Fitness im Freien verbessert werden.

Nordbahntrasse: An der Benrather Straße kann die Fitness im Freien verbessert werden.
Noch stehen die Bauzäune an der Anlage.

Noch stehen die Bauzäune an der Anlage.

Stefan Fries

Noch stehen die Bauzäune an der Anlage.

Varresbeck. Ab Freitag gibt es an der Nordbahntrasse eine Sportanlage mehr: Um 12 Uhr weiht die Stadt die Calisthenics-Anlage an der Benrather Straße (hinter dem Aldi-Markt) ein. Der Begriff Calisthenics geht auf die Trimm-Dich-Bewegung in den 1970er-Jahren zurück. Es geht darum, im Freien Sport zu treiben. Der Körper wird mit seinem Eigengewicht trainiert. Um die Belastung ohne zusätzliche Gewichte zu steigern, werden die Übungen variiert - der Hebelarm wird verändert, oder das Training erfolgt in Intervallen. „Die neue Anlage bietet eine Vielzahl von Trainingsmöglichkeiten, die mit Bildtafeln und via App erklärt werden“, kündigt die Stadt an. Der Ursprung dieser Sportart liege in den USA.

Knapp 200 Quadratmeter Fläche samt Geräten stehen Trassennutzern ab Freitag zur Verfügung. Knapp 75 000 Euro kostet die Anlage insgesamt. Es ist laut Stadt ein Gemeinschaftsprojekt des Ressorts Grünflächen und Forsten, dem Wichernhaus, das die Vorarbeiten übernahm – und von Aldi. Der Konzern hatte für sein Projekt – der alte Aldi-Markt wurde abgerissen und neu gebaut – ein städtisches Grundstück an der Trasse für Parkplätze erworben. Im Gegenzug unterstützte der Discounter die Realisierung der Anlage.

Trassennutzer wie Silke freuen sich schon auf die Eröffnung. „Ich finde das toll.“ Sie hofft allerdings, dass dieses gute Angebot auch angenommen werde. „Sonst wäre das schade.“ Die Calisthenics-Anlage, aber auch ähnliche Angebote, die es kostenlos im Freien gibt, müssten noch besser beworben werden. Dass es Infos zu den möglichen Übungen an der Calisthenics-Anlage per App geben wird, sei gut. Allerdings geht sie davon aus, dass auch viele Senioren die Geräte nutzen würden, die wahrscheinlich weniger von einer App haben. Grundsätzlich begrüße sie aber solche Angebote. Jetzt müsse bei den Nutzern aber auch die Hemmschwelle fallen, Übungen zu machen, während drumherum Publikumsverkehr auf der Trasse stattfindet, wie sie schmunzelnd erzählt.

Dass es nun ein weiteres Sportangebot an der Trasse gibt, stimmt auch Carsten Gerhardt, Chef der Wuppertalbewegung, positiv. Der Verein plant bereits weiter. Bald soll es an zwei oder drei Stellen an der Trasse Klimmzuganlagen geben. „Aus alten Bahnschienen“, wie Gerhardt erklärt. Die kommen aus Beständen der Schwarzbachtrasse, die die Wuppertalbewegung derzeit bekanntlich zum Rad- und Fußweg umbaut. „20 Meter Gleise haben wir aber noch liegen lassen“, so Gerhardt. Die Schwellen sollen nun eine neue Aufgabe bekommen – als Sportgeräte.

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