Wieder Raketen auf Beer Sheva – Muslime verurteilen Kriegseinsatz.

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Zum Jahreswechsel ging auch dieses Bild nach einem Raketen-Einschlag in Beer Sheva – hier wurde ein Schuldach getroffen – um die Welt.

Zum Jahreswechsel ging auch dieses Bild nach einem Raketen-Einschlag in Beer Sheva – hier wurde ein Schuldach getroffen – um die Welt.

dpa

Zum Jahreswechsel ging auch dieses Bild nach einem Raketen-Einschlag in Beer Sheva – hier wurde ein Schuldach getroffen – um die Welt.

Wuppertal/Beer Sheva. Der Krieg im Gaza-Streifen lässt nach wie vor auch viele Wuppertaler besorgt in den Nahen Osten blicken - wenn auch mit verschiedenen Sichtweisen und gegensätzlichen Meinungen: Zum einen gibt es nach wie vor große Sorge um die israelische Partnerstadt Beer Sheva, zum anderen verurteilt auch die Interessenvertretung der Moscheen in Wuppertal die fortdauernden Angriffe im Gaza-Streifen, die immer wieder auch Zivilisten treffen.

Der Wuppertaler Freundeskreis Beer Sheva informierte in den vergangenen Tagen immer wieder per Eilmeldung über neue Raketen-Einschläge in der Partnerstadt. "Inzwischen befindet sich unsere Partnerstadt unter Dauerbeschuss", hieß es dazu zum Wochenende.

Alleine am vergangenen Freitag seien aus dem Gaza-Streifen etwa 40 Raketen nach Südisrael abgefeuert worden. "Davon sind sechs Grad-Raketen in Beer Sheva und am Rande der Stadt, weitere in der näheren Umgebung eingeschlagen", heißt es in der aktuellen Mitteilung des Freundeskreises. "Die Angst unter der Bevölkerung vor Verlusten und größeren Schäden wächst."

Interessenvereinigung der
Wuppertaler Moscheen übt Kritik

Nachdem auch die Wuppertaler Palästinenser gegen die Krieg in ihrem Heimatland demonstriert haben (die WZ berichtete), wendet sich jetzt auch die Interessenvertretung Wuppertaler Moscheen an die Öffentlichkeit: "Wir verurteilen die Angriffe auf Zivilisten", heißt es in ihrer Erklärung mit Blick auf die "humanitäre Katastrophe in Gaza". Es gebe "keine Rechtfertigung, Bomben in so dicht besiedelten Wohngebieten abzuwerfen" und "eine so hohe Anzahl an zivilen Opfern in Kauf zu nehmen".

Gefordert wird seitens der Interessenvertretung "die sofortige Beendigung aller Kampfhandlungen" und eine "groß angelegte humanitäre und medizinische Versorgung der Bevölkerung im Gaza-Streifen". Die israelische Armee müsse zumindest den Hilfsorganisationen dabei "ermöglichen, die bedürftigen Menschen zu erreichen."

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