Für die Finanzierung der Skulpturen fehlen noch 2500 Euro. Sie sind aber bereits in Auftrag gegeben.

Für die Finanzierung der Skulpturen fehlen noch 2500 Euro. Sie sind aber bereits in Auftrag gegeben.
Noch fehlen die Adler-Skulpturen auf der Brücke. Archiv

Noch fehlen die Adler-Skulpturen auf der Brücke. Archiv

Noch fehlen die Adler-Skulpturen auf der Brücke. Archiv

Anna Schwartz, Bild 1 von 2

Noch fehlen die Adler-Skulpturen auf der Brücke. Archiv

Unterbarmen. Die Rückkehr der Adler auf die Adlerbrücke ist gesichert. Auch wenn noch 2500 Euro für die Finanzierung der Gesamtkosten fehlen, hat der Förderverein Adlerbrücke bereits die Anfertigung neuer Skulpturen für rund 26 500 Euro in Auftrag gegeben, berichtet Vereinsvorsitzender Manfred Bröcker. Rund 3000 Euro kamen über die Spendenplattform „Gut für Wuppertal“ zusammen.

Die im Krieg eingeschmolzenen Adlerfiguren werden dank moderner Technik wieder zum Leben erweckt. Die Firma Thomas Schulte Art Implementation wird laut Bröcker die beiden Adler, die künftig wieder auf den Brückensäulen thronen sollen, mit einem 3D-Drucker aus Eisen nachbauen. „Wir wollen absichtlich kein Kupfer oder Bronze verwenden, um Dieben keinen Anreiz zu bieten“, sagt Bröcker.

Figuren werden anhand von 40 bis 50 Fotos rekonstruiert

Der beauftragte Skulpturen- und Kugelexperte aus der Nachbarstadt ist bereits zum Rheinischen Eisenkunstguss-Museum Schloss Sayn im rheinland-pfälzischen Bendorf gereist. Dort fand der Förderverein nämlich eine perfekte Vorlage für die Wuppertaler Skulpturen. „Genau die gleichen Adlerfiguren gab es nämlich mehrfach in Deutschland“, sagt Bröcker. Anhand von 40 bis 50 Fotos werden die Adler nun rekonstruiert. Das ergebe am Ende eine exakte Abbildung des Originals bis auf den Millimeter genau, so Bröcker.

Nur mit einem Unterschied: Die neuen Adler werden eine rund 20 Prozent geschrumpfte Version der Originale sein. So sollen die Proportionen erhalten bleiben, aber das eiserne Federvieh wird lediglich eine Breite von 80 Zentimetern einnehmen. Als die älteste Wupperbrücke 1868 eröffnet wurde, waren die Adler noch einen Meter groß. Die Skulpturen schrumpfen, weil ihre Pfeiler, um die sich der Unterbarmer Bürgerverein kümmert, kleiner sein müssen. Grund dafür ist ein Verteilerkasten der Telekom. Manfred Bröcker hatte sich vergeblich gewünscht, dass die Stadt an in die Bresche springt und die Kosten für eine Versetzung trägt. Doch das wollte die Stadt aus Kostengründen nicht, wie sie der WZ bereits im vergangenen Jahr mitgeteilt hatte.

Am Sonntag, 7. Oktober, will der Förderverein die Brücke, die bereits heute schon von Fußgängern überquert werden kann, offiziell eröffnen.

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