Der frühere Vorsitzende der jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal ist im Alter von 92 Jahren gestorben.

Nachruf

privat

Wuppertal. Abschied von Werner Michels: Wie erst jetzt bekannt wurde, ist der frühere Vorsitzende der jüdischen Kultusgemeinde Wup-pertal im Alter von 92 Jahren gestorben. Das berichtet die Begenungsstätte Alte Synagoge Wuppertal.

Der 1922 in Berlin geborene Sohn des Textilkaufmanns Karl-Otto Michels und seiner Frau Rosa Ernestine Michels kam als Kind mit seinen Eltern nach Elberfeld, wo der Vater in der Hofaue 46 eine Kleiderstoffgroßhandlung betrieb. Seine Eltern wurden von den Nazis ermordet. Er selbst kehrte 1947 zurück nach nach Wuppertal, wo er zunächst Mitarbeiter der Stadtverwaltung wurde, ab 1969 Mitarbeiter im Arbeits-, Gesundheits- und Sozialministerium Nordrhein-Westfalens.

Von 1966 bis 1968 trat er – nach Gustav Brück, Josef Heimann und Paul Rosenthal – die Nachfolge als Vorsitzender der jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal an und machte sich vor allem durch Engagement für die Wiedergutmachung und Entschädigung der jüdischen Holocaust-Überlebenden verdient. Michels war 2002 Ehrengast bei der Einweihung der Bergischen Synagoge. kas