Wuppertaler CDU-Abgeordnete verteidigen den Ex-Präsidenten.

Rücktritt von Christian Wulff
Peter Hintze kritisiert die Medien und ihren Umgang mit Ex-Bundespräsident Christian Wulff.

Peter Hintze kritisiert die Medien und ihren Umgang mit Ex-Bundespräsident Christian Wulff.

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Peter Hintze kritisiert die Medien und ihren Umgang mit Ex-Bundespräsident Christian Wulff.

Wuppertal. Peter Hintze, Wuppertaler Bundestagsabgeordneter und parlamentarischer Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, war in den vergangenen Tagen einer der engagiertesten Verteidiger des Freitag zurückgetretenen Bundespräsidenten Christian Wulff. Hintze ist der Meinung, dass die Behandlung von Wulff unfair war. „Der Bundespräsident hat in seiner kurzen Amtszeit viele Sympathien für Deutschland erworben und viel für die Integration getan“, sagt Hintze.

Er forderte alle Beteiligten auf, selbstkritisch darüber nachzudenken, ob dem Amt und der Person des Bundespräsidenten nicht zu viel angetan wurde. „Es ist eine Skandalisierungsspirale entstanden, vor allem durch den Wettbewerb überregionaler Zeitungen“, kritisiert Hintze Nachrichtenportale und Boulevard-Medien.

Er beklagt, dass immer neue Fragen aufgeworfen worden seien, aber die Antworten von Wulff hätten irgendwann keine Rolle mehr gespielt. „Darf man mit Menschen so umgehen?“, fragt er und schlussfolgert: „In dieser Situation wurde es dem Bundespräsidenten unmöglich, in seinem Amt weiter zu wirken.“ Daher sei der Rücktritt gerechtfertigt, Wulff habe Schaden vom Land und dem Amt abwenden wollen, dies sei ihm wichtig gewesen.

Auch der Wuppertaler Bundestagsabgeordnete Jürgen Hardt nimmt Wulff in Schutz. „Ich glaube ihm, dass er nicht schuldhaft gehandelt hat“, sagte Hardt, der anfügt, dass er den Rücktritt zu diesem Zeitpunkt richtig findet. Wulffs Wirkungsmöglichkeiten seien eingeschränkt gewesen, auch, auch weil die Unbefangenheit der Bürger gegenüber ihm eingeschränkt gewesen wäre.

In den knapp 600 Tagen seiner Amtszeit habe Wulff wichtige Zeichen gesetzt. Sein Staatsbesuch in Afghanistan habe bleibenden Eindruck hinterlassen, resümiert Hardt.

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