Am Montag beginnt wieder der Weihnachtsmarkt – mit einer Premiere: Auf dem Laurentiusplatz ist erstmals ein mittelalterlicher Märchenmarkt zu sehen.

Elberfeld. 112 Häuser, fünf Kinderkarussells, eine lebendige Krippe, die Pyramide an der Alten Freiheit sowie mehr als 100.000 Kleinlämpchen und illuminierte Bäume, Brunnen und Plastiken. Die Zahlen und Attraktionen des Elberfelder Lichtermarkts sprechen für sich. Am Montag, 22.November, um 18Uhr geht es offiziell los. Dann ist der Markt bis zum 24. Dezember geöffnet. An den beiden Weihnachtstagen schließt die Budenstadt, um vom 27. bis 29. Dezember noch einmal zu öffnen. Die Tage nach dem Fest haben sich in den vergangenen Jahren als besonderer Anziehungspunkt erwiesen.

Noch mehr Lichter als sonst, lautet die Devise der IG 1

"Das Thema Licht wird weiter vorangetrieben. So erhalten weitere Häuser Lichternetze auf den Dächern. Das Bild wird weiter optimiert", sagt Matthias Zenker für die IG1. Jos Coenen, Geschäftsführer der Galeria Kaufhof, führte Gespräche mit den Marktbeschickern mit dem Ergebnis, dass auch der Neumarkt mit großen und kleinen Tannenbäumen weihnachtlich dekoriert wird. Da die Stadt noch nicht wie geplant die Bäume am Wall gefällt hat, können diese wieder illuminiert werden.

Im Vorjahr wurde die Bebauung am Turmhof wegen der Warteschlangen zur Monet-Ausstellung ausgedünnt. In diesem Jahr stehen dort wieder mehr Weihnachtshäuschen, wodurch die Gesamtzahl der Buden noch einmal gesteigert wurde.

Bei gutem Wetter fährt am Nikolaustag eine Kutsche

Bei guter Witterung fährt am Nikolaustag eine Kutsche durch Elberfeld. Außerdem findet am 12. Dezember wieder der Soziale Weihnachtsmarkt mit zwölf Ständen statt.

Im Vorjahr erwiesen sich die Fachwerkhäuser auf dem Kerstenplatz als Publikumsmagnet. In diesem Jahr wird dieses Angebot vergrößert. In den ehemaligen originalen Fachwerkhäusern werden dann unter anderem Holzarbeiten, Stickereien, Felle, Apfelprodukte und Weine angeboten.

Auf acht Wände erweitert wird in diesem Jahr die Graffiti-Krippe des Künstlers Martin Heuwold. Bei dieser Aktion, die gemeinsam mit der Katholischen Kirche durchgeführt wird, wird das Augenmerk wieder auf das Christliche gelegt, erklärt Michael Kozinowski von der IG Friedrich-Ebert-Straße.

Die Krippe entsteht sukzessiv. Am 24. Dezember ist sie fertig. Diese Attraktion lockte viele auswärtige Besucher an. In diesem Jahr ist sie Station einer Bustour, auf der mehrere Krippen in NRW besichtigt werden.

Die gute Zusammenarbeit zwischen der IG1 und der IG Friedrich-Ebert-Straße bei E400 findet ihre Fortsetzung - und so nähern sich beide weiter an, mit dem Ziel Elberfeld insgesamt nach vorne zu bringen. Kurzfristig ist es der IG Friedrich-Ebert-Straße gelungen, vom 26. November bis zum 5. Dezember einen mittelalterlichen Märchenmarkt auf dem Laurentiusplatz zu organisieren. Damit knüpft die IG Friedrich-Ebert-Straße an den Mittelaltermarkt an, der zum Stadtjubiläum stattfand.

Mittelalterlicher Märchenmarkt soll im Erfolgsfall noch größer werden

Sponsoren haben die kurzfristige Umsetzung dieses Projekts erst ermöglicht. Mit dabei sind unter anderem ein Lederer, ein Geschmeide-Händler, eine Gewandkammer, eine Rüstkammer und ein Schmied. Geöffnet ist täglich bis 21Uhr. Zeitweise sind auch ein Märchenerzähler, Gaukelei und ein Tavernenspiel vertreten. "Falls es ein Erfolg wird, und davon bin ich überzeugt, werden wir diesen Markt im kommenden Jahr ausbauen", versprach der Vorsitzende Michael Möller.

Ein Banner am Kasinokreisel/Friedrich-Ebert-Straße, das gestern angebracht wurde, soll auch optisch das Zusammenwirken der beiden Werbegemeinschaften verdeutlichen.

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