Für den Kiesbergtunnel läuft die Nutzungserlaubnis ab. Umstrittener Verkehrsgipfel.

Verkehr
Ab Januar läuft die Sonderbetriebserlaubnis für den Kiesbergtunnel ab. Archiv

Ab Januar läuft die Sonderbetriebserlaubnis für den Kiesbergtunnel ab. Archiv

Andreas Fischer

Ab Januar läuft die Sonderbetriebserlaubnis für den Kiesbergtunnel ab. Archiv

Wuppertal. Dauerbaustellen und lange Staus auf der A 46, Glatteis und Vollsperrung auf der A 535 – Wuppertal spielte Mittwochmorgen im Verkehrsfunk wieder einmal die Hauptrolle. Vom Burgholztunnel zum Sonnborner Kreuz ging gar nichts mehr. Dabei hat der Winter erst begonnen. Und die von Straßen NRW angekündigte fünfmonatige Vollsperrung des Kiesbergtunnels steht ab Februar noch bevor.

Ein Aufschub der Arbeiten im Kiesbergtunnel bis ins späte Frühjahr ist laut Straßen NRW nicht möglich, da der sanierungsbedürftige Tunnel mit einer Sondergenehmigung betrieben wird. Und die läuft zum Jahresende ab. „Ideal wäre aus Sicht der Stadt, wenn die fünfmonatige Sperrung in die verkehrsärmere Zeit mit den Osterferien und Sommerferien fallen würde“, sagt hingegen Stadtsprecherin Martina Eckermann.

Ein weiteres strittiges Thema sind die von Straßen NRW angekündigten Vollsperrungen der A 46 an zwei Tagen im kommenden Jahr. Der Zeitpunkt steht noch nicht fest, aber die Stadt würde bei der Terminierung gerne ein Wort mitreden. Oberbürgermeister Peter Jung hat Landesverkehrsminister Michael Groschek und die Leitung von Straßen NRW eingeladen, sich persönlich ein Bild von der Verkehrssituation in Wuppertal zu machen. Von einem Verkehrsgipfel erhofft sich die Stadt bessere Absprachen mit dem Land.

„Was sollte es auf einem Verkehrsgipfel zu bereden geben?“

Dietmar Bell

„Auf diese Einladung hat es bisher noch keine Reaktion gegeben. Der Oberbürgermeister hält es grundsätzlich für notwendig, dass alle Bauarbeiten der Landesbehörde Straßen NRW zuvor von der Kommune genehmigt worden sind“, sagt die Stadtsprecherin.

Der SPD-Landtagsabgeordnete Dietmar Bell geht jedoch nicht davon aus, dass es zu dem Verkehrsgipfel unter Beteiligung von Stadt, Straßen NRW und Minister Groschek kommen wird. „Was sollte es auf einem Verkehrsgipfel zu bereden geben, was nicht schon vorher besprochen worden ist? Die Leitung von Straßen NRW steht ja im ständigen Informationsaustausch mit Oberbürgermeister Jung“, sagt Dietmar Bell. Sollte es ein Informationsproblem geben, dann könne dies eigentlich nur innerhalb der Wuppertaler Stadtverwaltung bestehen.