Der Pächter des beliebten Lokals an der Nützenberger Straße will nächstes Jahr neu eröffnen. Die Gespräche laufen.

Wetterfest verpackt: Nachdem die Kripo das „Rebenhäuschen“ wieder freigegeben hat, wird das 300 Jahre Gebäude an der Nützenberger Straße von Planen und einem Behelfsdach vor dem bergischen Regen geschützt.
Wetterfest verpackt: Nachdem die Kripo das „Rebenhäuschen“ wieder freigegeben hat, wird das 300 Jahre Gebäude an der Nützenberger Straße von Planen und einem Behelfsdach vor dem bergischen Regen geschützt.

Wetterfest verpackt: Nachdem die Kripo das „Rebenhäuschen“ wieder freigegeben hat, wird das 300 Jahre Gebäude an der Nützenberger Straße von Planen und einem Behelfsdach vor dem bergischen Regen geschützt.

Andreas Fischer

Wetterfest verpackt: Nachdem die Kripo das „Rebenhäuschen“ wieder freigegeben hat, wird das 300 Jahre Gebäude an der Nützenberger Straße von Planen und einem Behelfsdach vor dem bergischen Regen geschützt.

Elberfeld. Es war der schlimmste Brand, den Wuppertal in diesem Sommer erlebte: In der Nacht zum 22. August stand das beliebte Lokal "Rebenhäuschen" an der Nützenberger Straße in hellen Flammen. Wie berichtet, gab es "nur" Leichtverletzte. Allerdings hinterließ das Feuer laut Kripo einen kapitalen Schaden von mindestens 250.000 Euro. Wochenlang mühten sich die Ermittler in dem akut einsturzgefährdeten Gebäude um die genaue Klärung der Brandursache; keine Chance.

Wie die Staatsanwaltschaft bestätigt, wurde das Ermittlungsverfahren jetzt eingestellt - ergebnislos. Das wiederum macht den Weg frei für den Wiederaufbau. Den hat Rebenhäuschen-Pächter Ali Pazarcikli weiter fest im Visier. Er hofft nach wie vor, im kommenden Jahr wieder eröffnen zu können. Allerdings müssen bis dahin noch etliche Fragen geklärt werden.

So soll das "Rebenhäuschen" vor etwa 300 Jahren als Zollhaus genutzt worden sein und steht natürlich unter Denkmalschutz. Und dessen Auflagen sind im Fall eines Wiederaufbaus streng. Gegenüber der WZ zeigt sich Pazarcikli jedenfalls weiter optimistisch: "Die Gespräche laufen." Fakt ist: Das Gebäude am Fuß des Nützenberges und des Briller Viertels ist mittlerweile mit Planen für die Schlechtwetter-Periode präpariert worden.

Die Ermittlungen zur Brandursache sind eingestellt. Wie berichtet, gab es während der Ermittlungen keine Anzeichen auf vorsätzliche Brandstiftung. Dass der Brandherd im Erdgeschoss lag - dort befand sich das Restaurant - scheint ebenfalls ausgeschlossen. Betroffen sind vor allem der erste Stock und das Dachgeschoss.

In der Brandnacht schlugen Rauchmelder Alarm. So wurden die Bewohner - darunter auch Kinder - rechtzeitig gewarnt und konnten in Sicherheit gebracht werden.

1993 wurde das Rebenhäuschen in die Denkmalliste der Stadt Wuppertal aufgenommen.

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