Etwa 30 Schüler des CFG fahren jedes Jahr nach Frankreich – Austauschprogramm ist eins der ältesten.

Etwa 30 Schüler des CFG fahren jedes Jahr nach Frankreich – Austauschprogramm ist eins der ältesten.
Der langjährige Schüleraustausch wird mit jeweils einem Festakt in Deutschland und in Frankreich gefeiert.

Der langjährige Schüleraustausch wird mit jeweils einem Festakt in Deutschland und in Frankreich gefeiert.

Wissemann-Hartmann

Der langjährige Schüleraustausch wird mit jeweils einem Festakt in Deutschland und in Frankreich gefeiert.

Cronenberg. Das Carl-Fuhlrott-Gymnasium (CFG) ist stolz auf seinen langjährigen Schüleraustausch mit dem Lycée Dupuy-de-Lôme in Lorient. Mit einem Festakt in Deutschland soll das 60-jährige Bestehen gefeiert werden – ehe es über Pfingsten für 30 Schüler sowie 40 Lehrer in die Bretagne geht. Dort wird dann wieder groß gefeiert. Initiiert wurde der Austausch erstmalig 1957 vom deutschen Lehrer Joachim Schwalbe und seinem französischen Kollegen Jules Portier.

„Es ist der älteste Schüleraustausch zwischen Deutschland und Frankreich“, sagt CFG-Schulleiter Reinold Mertens. Er begann sechs Jahre, bevor Charles de Gaulle und Konrad Adenauer 1963 im Élysée-Vertrag die Freundschaft der beiden Länder festhielten. Daraus seien jahrzehntelange Freundschaften zwischen ehemaligen Austauschpartnern und zwischen den Lehrkräften entstanden. „Der Austausch passt glänzend ins Portfolio der Europaschule“, erklärt er. Mit Blick auf die aktuelle Situation in Europa sagt Mertens: „Man muss sich bewusst machen, die Freundschaft ist keine Selbstverständlichkeit.“ Dies meint auch sein französischer Amtskollege Jean-Pierre L’Hôtellier. Dieser schrieb dem CFG-Schulleiter in einem Brief Anfang Januar, die Schulfreundschaft sei sehr bedeutsam für eine Schule, die so groß ist.

Am Lycée in Lorient werden etwa 2000 Schüler unterrichtet, mehr als 1500 sind es auf Küllenhahn. Jedes Jahr fahren zwischen 30 und 40 Schüler des Wuppertaler Gymnasiums für zehn Tage in die Bretagne – ebenso reisen ihre Partner für zehn Tage nach Deutschland. In dieser Zeit lernen die Schüler auch das Land kennen, die Wuppertaler zeigen beispielsweise die Schwebebahn und das Neanderthal-Museum oder organisieren eine Fahrt nach Bonn. Überwiegend melden sich Neuntklässler für das Austauschprogramm an, manchmal nehmen auch Jugendliche aus höheren Jahrgängen daran teil. Außerdem absolvieren einige CFG-Schüler ein Trimester in Lorient. Sie bleiben dann für drei bis vier Monate dort.

Thementag und Diskussion zur Länderfreundschaft

Bereits am 23. Februar beschäftigten sich alle Klassen des Gymnasiums mit der deutsch-französischen Freundschaft. Daran beteiligten sich alle Französisch- und Sozialwissenschaftskurse. Mertens: „Wir haben Wert darauf gelegt, dass die Freundschaft von der gesamten Schulgemeinschaft getragen wird.“ Über die Partnerschaft der europäischen Nachbarländer wird der deutsch-französische Publizist Alfred Grosser am 16. März referieren. Anschließend wird es eine Podiumsdiskussion geben, an der auch Schüler anderer Wuppertaler Schulen teilnehmen können, die in der Oberstufe Französisch, Sozialkompetenz oder Sozialwissenschaften als Grund- oder Leistungskurs belegt haben. Am Freitag, 24. März, findet dann einer der offiziellen Festakte statt. Dafür reist auch der bretonische Schulleiter L’Hôtellier an. „Das ist eine große Wertschätzung“, meint Reinold Mertens. Über Pfingsten im Juni wird er gemeinsam mit rund vierzig Kollegen und den diesjährigen Schülern des Austauschprogramms nach Lorient fahren. Dann wird der zweite Festakt zum 60-jährigen Bestehen des Schulaustausches in der Bretagne gefeiert.

Zwischen 30 und 40 Schüler des Gymnasiums fahren pro Jahr nach Frankreich. Auf französischer Seite gibt es ebenso viele Bewerber.

Sowohl in Wupper-tal als auch Lorient wohnen die Schüler bei den Familien ihrer Partner.

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