Am Dienstagnachmittag wurden alle Gleise gesperrt, und der Mann musste mit zur Polizei.

Wuppertal. Ein 55 Jahre alter Remscheider, der am Dienstagnachmittag die Gleise im Bahnhof Barmen überschritten hatte, durfte erst in den frühen Morgenstunden am Mittwoch die Ausnüchterungszelle wieder verlassen.

Der alkoholisierte Mann hatte am Dienstag gegen 16.45 Uhr mehrere Gleise überschritten und war von einem Zeugen, der umgehend die Bundespolizei informierte, beobachtet worden. Aus Sicherheitsgründen wurden alle Gleise gesperrt.

Der 55-Jährige stürzte auf die Gleise 

Bei seiner Abkürzung stürzte der 55-Jährige sogar auf den Schwellen und gelang nur kurz vor der Durchfahrt eines Intercity-Express auf einen Bahnsteig. Dort setzte sich der Mann hin, trank eine Flasche Bier und wartete auf den Zug nach Remscheid.

Die Bundespolizei nahm den Remscheider zum Schutz seiner eigenen Person in Gewahrsam, so dass die Gleise um 17 Uhr wieder freigegeben werden konnten. Zur Ausnüchterung wurde der Betrunkene mit richterlicher Anordnung in das Polizeigewahrsam Wuppertal gebracht.

Verspätungen im Zugverkehr waren die Folge 

Bei verschiedenen Zügen musste während des Nachmittags mit Verspätungen gerechnet werden. Die Bundespolizei leitete ein Ordnungswidrigkeitenverfahren ein, die Deutsche Bahn AG kann wegen der Betriebsstörungen einen zivilrechtlichen Schadensabspruch geltend machen.

Die Bundespolizei warnt in Zusammenhang mit dem Vorfall vom Dienstag vor dem lebensgefährlichen Überschreiten der Bahngleise. Erst am 11. Juni 2009 war ein 16-jähriger Jugendlicher in Wuppertal-Oberbarmen bei der Abkürzung über die Gleise verstorben.

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