Das Land NRW unterstützt das Wuppertaler Bildungsprojekt. Nun soll ein Finanzierungskonzept entstehen.

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Dort soll er entstehen, der 6,3 Millionen Euro teure Neubau der Junior-Uni auf dem Gelände Am Brögel. Durch ihn wird nicht nur Wuppertal, sondern auch explizit der Stadtteil Unterbarmen aufgewertet.

Dort soll er entstehen, der 6,3 Millionen Euro teure Neubau der Junior-Uni auf dem Gelände Am Brögel. Durch ihn wird nicht nur Wuppertal, sondern auch explizit der Stadtteil Unterbarmen aufgewertet.

Andreas Fischer

Dort soll er entstehen, der 6,3 Millionen Euro teure Neubau der Junior-Uni auf dem Gelände Am Brögel. Durch ihn wird nicht nur Wuppertal, sondern auch explizit der Stadtteil Unterbarmen aufgewertet.

Wuppertal. Auf dem Weg zu einem Neubau hat die Wuppertaler Junior-Uni am Donnerstag einen weiteren großen Schritt getan: Im gerade veröffentlichten Städtebau-Investitionsprogramm des Landes NRW sind etwa 3,5 Millionen Euro für das Projekt der Junior-Uni in diesem Jahr vorgesehen.

Forscher-Plattform der Region wird damit dauerhaft verankert

"Das ist eine wunderbare Nachricht für Wuppertal und die Junior-Uni. Ich gratuliere der Geschäftsführung, allen voran dem Initiator der Idee, Ernst-Andreas Ziegler, und allen Mitstreitern zu diesem eindrucksvollen Erfolg", jubelte Oberbürgermeister Peter Jung. Für ihn steht zudem fest, dass die Junior-Uni mit dieser Förderzusage endgültig die Aufbauphase verlassen habe und dauerhaft als Forscherplattform in der Region verankert werde.

Der Neubau der Junior-Uni soll Am Brögel in Unterbarmen entstehen und wird insgesamt ein Kostenvolumen von geschätzten 6,3 Millionen Euro haben. Das Grundstück hat die Stadt so gewidmet, dass es als städtischer Anteil an die Junior-Uni übertragen werden kann. "Nun muss ein Gesamtfinanzierungskonzept aufgestellt werden", gab Jung die Richtung vor.

Die Entscheidung, dass dieses Modellprojekt vom Land gefördert wird, kommt indes nicht ganz unerwartet. Bereits Anfang Dezember hat der Strukturausschuss des Regionalrates die Empfehlung ausgesprochen, die Junior-Uni mit Mitteln aus dem Stadterneuerungsprogramm 2010 zu fördern.

Wie hoch ist der Eigenanteil des Projektes?

Im Umkehrschluss stufte der Ausschuss Projekte im Rahmen der Soziale Stadt auf die sogenannte Reserveliste zurück. Ob dies noch immer so ist und welche weiteren Fördergelder in der Stadt ankommen, will Oberbürgermeister Jung am Montag nächster Woche mitteilen. Zumal für Wuppertal der Umbau Döppersberg mit 3,7 Millionen Euro und die Neugestaltung der Talachse mit 320 000 Euro vorgesehen sind.

Seit mehr als einem Jahr gilt der Kooperationsvertrag zwischen der Bergischen Universität und der Junior-Uni. In dessen Rahmen wurde auch die Arbeit der Junior-Uni zum Forschungsprojekt und eines der im Frühjahr vorgestellt Ergebnisse einer auf drei Jahr angelegten Evaluation ist: Der Junior-Uni ist es gelungen, auch Teilnehmer aus bildungsfernen Schichten und Problemquartieren zu gewinnen.

Offen bleibt derzeit noch, wie der Eigenanteil für den Neubau aufgebracht werden kann. Dieser beträgt nach Auskunft von Ernst-Andreas Ziegler zehn Prozent. "Das packen wir", sagt der Junior-Uni-Geschäftsführer. Seiner Auskunft nach handelt es sich bei den Fördergeldern um Ziel-II-Gelder der EU. 11,7 Millionen seien insgesamt für Unterbarmen vorgesehen, 6,3 Millionen für den Neubau der Uni. Aber: Sollte der Eigenanteil wie bei anderen eu-finanzierten Projekten 20 Prozent betragen, wird die Stadt als Bauherr die Finanzierungslücke schließen müssen.

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