Wuppertal liegt im Landesvergleich an der Spitze – noch vor Düsseldorf

Selbstanzeige
In den vergangenen vier Jahren gingen dem Bericht zufolge rund 60 000 Selbstanzeigen bei den deutschen Finanzämtern ein. Foto: Armin Weigel

In den vergangenen vier Jahren gingen dem Bericht zufolge rund 60 000 Selbstanzeigen bei den deutschen Finanzämtern ein. Foto: Armin Weigel

dpa

In den vergangenen vier Jahren gingen dem Bericht zufolge rund 60 000 Selbstanzeigen bei den deutschen Finanzämtern ein. Foto: Armin Weigel

Wuppertal. 276 Steuersünder haben sich im vergangenen Monat beim Finanzamt Wuppertal selbst angezeigt – so viele wie bei keiner anderen Steuerbehörde in Nordrhein-Westfalen. Zum Vergleich: in Düsseldorf waren es 139, in Bochum 118 und in Köln gerade einmal 30. Die Zahl von 276 Selbstanzeigen ist die höchste, die seit Dezember vergangenen Jahres verzeichnet wurde – seitdem schlüsselt die Finanzverwaltung NRW die Zahl nicht nur für das Land, sondern auch für die Regionen auf. Mit dem Zuwachs von 276 Fällen lag Wuppertal – zuständig auch für andere Städte wie Velbert, Solingen, Remscheid und Hilden – am 4. März bei exakt 1287 Selbstanzeigen. Im kompletten Bundesland waren es 13 754. Erhoben werden die Zahlen seit dem ersten Ankauf einer CD mit Namen und Daten von Steuersündern Anfang 2010. Deswegen spricht das Finanzamt auch von „Selbstanzeigen mit Bezug zur Schweiz“. Zu denen sagte Finanzminister Norbert Walter-Borjans kürzlich: „Die aktuellen Zahlen lassen auf ein in dieser Größenordnung nicht vermutetes Ausmaß an Steuerbetrug in der Mitte der Gesellschaft schließen, das noch lange nicht ausgeleuchtet ist.“ Seiner Meinung nach ist die Furcht vor der Entdeckung das wichtigste Motiv für eine Selbstanzeige, weswegen er weiter auf den Ankauf sogenannter Steuer-CDs setzt.

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