Dieses Jahr werden mehr Fahrgäste erwartet – davon profitiert die ganze Stadt.

Schwebebahn
Der Schwebebahn-Wagen war eine gelungene Werbung für die Monet-Ausstellung im Von der Heydt-Museum. Die Fahrgast-Bilanz und die Zahlen der Zoo-Besucher zeigen: Ohne Wuppertals Wahrzeichen kommen weniger Gäste in die Stadt.

Der Schwebebahn-Wagen war eine gelungene Werbung für die Monet-Ausstellung im Von der Heydt-Museum. Die Fahrgast-Bilanz und die Zahlen der Zoo-Besucher zeigen: Ohne Wuppertals Wahrzeichen kommen weniger Gäste in die Stadt.

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Der Schwebebahn-Wagen war eine gelungene Werbung für die Monet-Ausstellung im Von der Heydt-Museum. Die Fahrgast-Bilanz und die Zahlen der Zoo-Besucher zeigen: Ohne Wuppertals Wahrzeichen kommen weniger Gäste in die Stadt.

Wuppertal. 2010 war das Jahr der langen Schwebebahn-Pausen – und es hinterlässt nun auch in den Bilanzen deutliche Spuren: Wie die Wuppertaler Stadtwerke auf WZ-Nachfrage berichten, wurden im vergangenen Jahr fast elf Millionen weniger Fahrgäste in der Schwebebahn gezählt.

Den Zoo und das Museum hat die Zwangspause getroffen

Vor allem den Zoo, die Monet-Ausstellung im Von der Heydt-Museum, die WSV-Fans und den Einzelhandel hat die Zwangspause im Frühjahr 2010 getroffen. 2009 wurden nach Angaben der WSW noch 23,6 Milllionen Passagiere mit der Schwebebahn befördert.

So brachte es das vergangene Jahr auf lediglich 13 Millionen Schwebebahn-Fahrgäste. Betont wird allerdings , dass sich ein großer Teil der elf Millionen weggefallenen Fahrten auf den Ersatzverkehr mit Bussen verlagert hat.

Für 2010 gehe man von einem Fahrgastrückgang von zwei Prozent aus, erklärt Reinhard Friedrich (WSW): „Im Vorjahr hatten wir 91,3 Millionen Fahrgäste.“

Fahrgeldeinnahmen sind gesunken

Entsprechend niedriger sind die Fahrgeldeinnahmen, die 2009 nach Angaben der WSW noch bei 25,2 Millionen Euro lagen. Das Fahrgast-Minus dürfte aber auch damit auch zu tun haben, dass Besucher von auswärts ihren Zoobesuch klassisch mit einer Schwebebahnfahrt verbinden – per Kombi-Ticket. Wie berichtet, hat gerade auch der Zoo im vergangenen Jahr weitaus weniger Gäste gezählt – eben weil es außer den Ferienpausen die nicht geplante und monatelange Unterbrechung im Frühjahr gab.

Und dabei hatte es der Zoo doppelt schwer: Abgesehen von Einbußen durch Schwebebahnpausen und schlechtes Wetter gab es auch eine Preiserhöhung von acht auf zehn Euro für die Tageseinzelkarte zu verkraften. Kalkuliert wurden ursprünglich Mehreinnahmen von 600 000 Euro für den städtischen Haushalt jährlich – bei einer vorausgesetzten Zahl von 650 000 Besuchern.

„Tschuna“ gegen die Besucher-Flaute

Schon nach dem gebremsten Start im Frühjahr 2010 ging man im Zoo von 100 000 Besuchern weniger aus, was sich im Laufe des Jahres noch weiter zuspitzte: Im Oktober rechnete der Zoo mit einem Minus von 130 000 Gästen und peilte noch die rettende Marke von zumindest 550 000 Gästen an, nicht zuletzt dank Tiger-Baby „Tschuna“.

Im Zoo geht man davon aus, dass gut die Hälfte der Gäste von außerhalb kommt, und auch schon in den vergangenen Jahren wirkten sich Schwebebahnpausen stets negativ auf den Tierpark aus.

Umso größer sind die Hoffnungen, die nun auf neuen Attraktionen ruhen: Was im vergangenen Jahr „Tschuna“ war, könnten im Frühjahr 2011 neu geborene Elefanten-Babys sein – und die Nachricht, dass das Wuppertaler Wahrzeichen in diesem Jahr fast durchweg fährt, von Ferien- und sieben Wochenend-Pausen einmal abgesehen. Die Sommerferien sind, wie berichtet, davon nicht betroffen, weil sich der Bauzeitplan in Oberbarmen verschoben hat. Und das dürfte gerade auch dem Zoo helfen.