Bei der Herrensitzung im Breuer-Saal ging es ausgelassen zu. Prinzessin Ute II. kam allein – Prinz Burkhard II. war erkrankt.

Bei der Herrensitzung im Breuer-Saal ging es ausgelassen zu. Prinzessin Ute II. kam allein – Prinz Burkhard II. war erkrankt.
Nummerngirl Elena kam bei den Besuchern der Herrensitzung gut an.

Nummerngirl Elena kam bei den Besuchern der Herrensitzung gut an.

Andreas Fischer

Nummerngirl Elena kam bei den Besuchern der Herrensitzung gut an.

Elberfeld. Wer, was seinen Humor angeht, bisweilen eher den schweren Säbel dem filigranen Florett vorzieht, der ist bei der Herrensitzung der Karnevalsgesellschaft Weinberger Funken gerade richtig. 200 Männer im ausverkauften Breuer-Saal in Elberfeld waren gespannt auf das Programm, das Präsident Stefan Grell zusammengestellt hatte – und wurden nicht enttäuscht. Zur Natur einer Herrensitzung gehört, dass sich vieles, wenn nicht alles um die holde Weiblichkeit dreht.

Zum Beispiel um die junge Griechin Elena, die als Nummerngirl sicherlich einer der Stars der Veranstaltung war. Sie tänzelte zwischen den einzelnen Beiträgen elegant über die Tische, umkurvte gekonnt die Biergläser und genoss die Begeisterung der Gäste. Die Dinslakener Tänzerin ist in der Session als Nummerngirl unterwegs und bescheinigte den Männern, dass sie sich ihr gegenüber stets wie Herren verhalten hätten. „Da hat sich niemand daneben benommen.“

Waren bei den Büttenreden des „durchgeknallten Ackermann“ und des Krefelder Uli auch ein paar derbe Zoten dabei, so sprach Hape Johnen mit Gesang und Trompetenspiel die Herzen der Besucher an, als er musikalisch aufforderte „Drenk doch eene met“. Einem Wunsch, dem gerne entsprochen wurde, und so mancher fühlte sich persönlich berührt, als Hape „Isch bin ene Räuwer“ mit Inbrunst intonierte.

Anspruchsvolle Showtänze der KG Hohenstein

Besonders begeisterte Gäste ließen sich sogar zu einer Polonaise animieren, und als später die „Power Buam“ aus Holland des „Anton aus Tirol“ gedachten, da gab es kein Halten mehr. Stühle und Tische wurden bestiegen. Der karnevalistischen Lieblingszahl Elf entsprechend wurden immer gleich elf Gläser Hopfensaft in einer Steige serviert und mit Genuss hinter die Binde gegossen, schließlich wollte man beim Rudelsingen ja stimmlich mithalten.

Doch bei den Interpreten ist Biergenuss im karnevalistischen Dienst verpönt, was all die Wohlmeinenden feststellten, die Sänger und Redner „Drenk doch ene met“ auffordern wollten. Die Gläser blieben unberührt stehen, denn man musste schnell zur nächsten närrischen Sitzung.

Ähnlich wie Wuppertals Karnevalsprinzessin Ute II. – Prinz Burkhard II. war erkrankt – die, begleitet vom CCW-Präsidenten Wilfried Michaelis, ein paar Grußworte an die fröhliche Herrenrunde richtete.

Eingebettet in die eher züchtigen, aber anspruchsvollen Showtänze der KG Hohenstein, der Golden Girls, der Schiwa-Tanzformation und der TKS aus Solingen dann Wuppertals Antwort auf Helene Fischer: Vivien Scarlett Heymann, die Stefan Grell mit besonderem Stolz als internationalen Star ankündigte. Die blonde Wuppertalerin schmetterte zunächst „Atemlos“ und animierte die Herren im Saal zum Mitsingen und Mitklatschen. Routiniert hatte sie ihr Publikum im Griff.

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