Ein Lehrer beim Protestmarsch in Düsseldorf. Auch aus Wuppertal waren Pädagogen dabei.
Ein Lehrer beim Protestmarsch in Düsseldorf. Auch aus Wuppertal waren Pädagogen dabei.

Ein Lehrer beim Protestmarsch in Düsseldorf. Auch aus Wuppertal waren Pädagogen dabei.

dpa

Ein Lehrer beim Protestmarsch in Düsseldorf. Auch aus Wuppertal waren Pädagogen dabei.

Wuppertal. Zwischen 80 und 100 angestellte Lehrer aus Wuppertal beteiligten sich nach Angaben von Gerd Holl von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Mittwoch an dem Warnstreik in Düsseldorf. Insgesamt ging Holl von etwa 2000 Teilnehmern aus und sprach von "einer unerwartet hohen Beteiligung".

Bei den Tarifverhandlungen für die Angestellten der Länder fordern die Gewerkschaften acht Prozent mehr Geld. Sollten die Arbeitgeber weiter kein Angebot vorlegen, sind in der nächsten Woche dezentrale Streiks geplant, bei denen Wuppertal einen Streikschwerpunkt bildet. "Dann wird es am kommenden Donnerstag zu einer Großkundgebung auf dem von-der-Heydt-Platz geben", sagt Gerd Holl. Neben der GEW werden sich dann auch andere Gewerkschaften an dem Streik beteiligen. "Ich gehe davon aus, dass die Beteiligung von Wuppertaler Lehrern dort noch höher sein wird", so Holl.

Die angestellten Lehrer verdienen nach Aussage der Gewerkschaft in vielen Fällen monatlich etwa tausend Euro weniger als ihre Kollegen im Beamtenverhältnis. So gehe es vordergründig bei diesem Arbeitskampf zwar um eine Tarifforderung von acht Prozent mehr Gehalt. Mittelfristig soll der Streik die ungerechte "Zwei-Klassengesellschaft" an den Schulen zwischen Lehrern mit Beamtenstatus und solchen die "nur" angestellt sind, beenden.
An vielen Schulen, so der Gewerkschafter, hätten die beamteten Kollegen ihren Schulleitungen mitgeteilt, dass sie nicht als Streikbrecher den Unterricht der streikenden Kollegen vertreten werden. So fielen an einigen Schulen in Wuppertal gestern Unterrichtsstunden aus.

Nach Informationen der WZ waren etwa die Schule am Nordpark wie auch die Else-Lasker-Schüler-Gesamtschule davon betroffen. Dorothee Kleinherbers-Boden von der Gesamtschule Else Lasker-Schüler - hier sind 25 der insgesamt 119 Lehrer nicht verbeamtet: "Wir hatten Klassentag und konnten den Ausfall von elf Lehrern, die sich an dem Streik beteiligt haben, so gut auffangen. Beim Streik in der kommenden Woche sieht das sicher schon ganz anders aus."

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