Mit dem „Montanweg“ ist der sechste bergbauhistorische Wanderweg eröffnet worden.

Zur Eröffnung des Montanwegs wurde mit Bergmannsschnaps angestoßen.
Zur Eröffnung des Montanwegs wurde mit Bergmannsschnaps angestoßen.

Zur Eröffnung des Montanwegs wurde mit Bergmannsschnaps angestoßen.

Uwe Schinkel

Zur Eröffnung des Montanwegs wurde mit Bergmannsschnaps angestoßen.

Obersprockhövel. Sprockhövel ist um einen Wanderweg reicher: In der vergangenen Woche wurde der sechste bergbauhistorische Wanderweg „Montanweg Nord – auf den Spuren von Diethelm Düsterloh“ vom Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier eingeweiht.

Funde aus dem Mittelalter inspirierten zur Planung

„Die Idee dazu entstand schon im Jahr 1993. Bis jetzt konnten wir schon fünf Wanderwege realisieren, heute kommt der sechste hinzu“, erklärte Hans Dieter Meisehen vom Arbeitskreis Sprockhövel. Die Hauptinspiration stamme allerdings vom Sprockhöveler Geografen Diethelm Düsterloh, der auf dem Weg mittelalterliche Funde, wie Spuren von Eisenverhüttung, entdeckt hatte.

Zur feierlichen Eröffnung des Weges entlang der Wuppertaler Straße kam hoher Besuch: Bürgermeister Klaus Walterscheid, die stellvertretende Landrätin Sabine Kelm-Schmidt sowie der Vorsitzende des Fördervereins Bergbauhistorische Stätten Ruhrrevier, Klaus Lohmann. Er war an seiner traditionellen Bergmannskluft leicht zu erkennen.

Bürgermeister Walterscheid betonte in seinem Grußwort, dass der neue Montanweg nicht nur den Bergbau widerspiegele, sondern dass hier auch die Industrie der Region allgemein zur Geltung komme.

Sabine Kelm-Schmidt zeigte sich davon begeistert, dass deutlich werde, wie wichtig der Bergbau einst war und dankte dem Verein für seinen unermüdlichen Einsatz im Dienste dieser Aufgabe.

Der Verein Bergbauhistorischer Stätten/Arbeitskreis Sprockhövel wurde am 28. September 1992 mit nur drei Mitgliedern gegründet, heute zählt er 25.

Der Weg teilt sich in zwei Routen: Nord und Süd. Die Nordroute, die am Donnerstag eröffnet wurde, hat eine Wegstrecke von 5,7 Kilometern.

Der neue Wanderweg beginnt an der Wuppertaler Straße, gegenüber dem Reiterhof Falk (Hausnummer 246). Er ist auch mit der Buslinie 332 des VER zu erreichen.

Hans Dieter Meisehen berichtete am Rande von einer interessanten Entwicklung. Der Trend des Geocachings – dem Suchen von Schätzen per GPS – habe eine ganze Reihe zusätzlicher vor allem junger Besucher auf die bergbauhistorischen Wege gebracht.

Nach der offiziellen Enthüllung des Informationsschildes für die neue Nordroute wurde traditionell mit Bergmannsschnaps angestoßen und passend zum eingeweihten Wanderweg das Lied „Glückauf! Der Steiger kommt“ angestimmt.

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