Motorrad-Unfälle in Sprockhövel haben stark zugenommen.

Die neue Unfallstatistik von 2008 liegt vor: Auf der Querspange – sie liegt auf Platz zwei der Unfallschwerpunkte – ereigneten sich im vergangenen Jahr 50 Unfälle, viermal gab es dabei Verletzte.
Die neue Unfallstatistik von 2008 liegt vor: Auf der Querspange – sie liegt auf Platz zwei der Unfallschwerpunkte – ereigneten sich im vergangenen Jahr 50 Unfälle, viermal gab es dabei Verletzte.

Die neue Unfallstatistik von 2008 liegt vor: Auf der Querspange – sie liegt auf Platz zwei der Unfallschwerpunkte – ereigneten sich im vergangenen Jahr 50 Unfälle, viermal gab es dabei Verletzte.

Andreas Fischer

Die neue Unfallstatistik von 2008 liegt vor: Auf der Querspange – sie liegt auf Platz zwei der Unfallschwerpunkte – ereigneten sich im vergangenen Jahr 50 Unfälle, viermal gab es dabei Verletzte.

Ennepe-Ruhr. Klassische Unfallursachen? Michael Schnur, Dezernent für Verkehrsangelegenheiten, hat den Überblick im Ennepe-Ruhr-Kreis. So bezeichnet er den Komplex Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren als oberste Gefahrenquelle, was den Verkehr abseits der Autobahnen angeht.

Erst an zweiter Stelle folgt die überhöhte oder nicht der Situation angepasste Geschwindigkeit. Missachtung der Vorfahrt rangiert auf Platz drei, hinter dem andere Ursachen dann auch schon weit zurückbleiben.

Rückgang der Gesamtunfallzahlen im Kreisgebiet

Dieses Fazit ist ein Ergebnis der Statistik für das Jahr 2008, allerdings kein überraschendes, denn an den Unfallursachen hat sich im Laufe der Jahre wenig geändert. Erfreulich ist aber ein Rückgang der Gesamtunfallzahlen im Kreis von 6.702 im Jahr 2007 auf 6.587 in 2008. Das entspricht 1,72 Prozent, während es in ganz NRW 2,39 Prozent sind.

Indessen muss auch diese Zahl kritisch beleuchtet werden, denn im Ennepe-Ruhr-Kreis stehen Blechschäden eher im Fokus als Unfälle mit Verletzungen oder Todesfällen. Im Land betrug der Rückgang verunglückter Personen 5,94 Prozent gegenüber dem Vorjahr, im Kreis waren es beachtliche 13,83 Prozent.

Besonders signifikant wird diese erfreulich rückläufige Entwicklung bei Unfällen mit Kindern. Auf Sprockhövel bezogen, ist der Rückgang von neun verunglückten Kindern 2007 auf fünf im Jahr 2008 zwar nicht sehr aussagekräftig. Aber diese Bilanz entspricht den Werten aus dem gesamten Kreis.

Unfallschwerpunkte in Sprockhövel waren die Mittelstraße mit 58 registrierten Fällen, davon sechs mit Personenschaden. Es folgten Querspange/South-Kirkby-Straße (50 Unfälle, vier Personenschäden), Hauptstraße (44 und drei), Schwelmer Straße (37 und acht) und Wuppertaler Straße (36 und 7).

In Hattingen etwa waren es zehn verunglückte Kinder im vergangenen Jahr, die doppelte Anzahl hingegen im Jahr davor. "Mit einem Rückgang um 40 Prozent steht der Kreis landesweit auf Platz eins", sagt Schnur mit berechtigtem Stolz auf die Polizeiarbeit.

Während er nämlich sehr vorsichtig ist, was Rückschlüsse auf allgemeine Unfallfaktoren und daraus abzuleitende Maßnahmen angeht, so sieht er den Einsatz der Polizei für das Wohl der Kinder als sehr erfolgreich an.

Schließlich ereignete sich im gesamten Kreis nur einer von 49 Unfällen mit Kindern auf dem Schulweg - und zwar am Nachmittag, wenn die Polizei keinen Schwerpunkt mehr auf die Überwachung der Schulwege legt.

"Man kann sich ausmalen, was passieren würde, wenn wir unsere Einsätze zeitlich verlagern würden." Betrüblich oft werden Kinder allerdings Unfallopfer, weil sie als Beifahrer nicht oder nicht richtig gesichert sind - ein klares Signal an die Eltern.

Tödliche Unfälle gab es in Sprockhövel gar nicht, im gesamten Kreis hingegen vier, davon drei Motorradfahrer. Während Krad-Unfälle im Kreis insgesamt um fast 20 Prozent zurückgingen, ist für Sprockhövel eine Steigerung um annähernd 30 Prozent zu verzeichnen. Die Ursache sieht Schnur vor allem darin, dass die Stadt zunehmend Durchfahrtrevier für Motorradfans werde.

Peter Hoffmeier von der Bußgeldstelle ergänzt unterdessen, dass die Polizei mit der stationären Blitzanlage am Autobahnkreuz Wuppertal Nord gute Erfahrungen gemacht habe. Die Unfälle seien zurückgegangen, auch im Schweregrad.

"Wir sind da auf einem guten Weg zu unserem Ziel", sagt Hoffmeier. Die Befürchtungen der Verkehrsteilnehmer, dass die Kombination von Blitz- und Ampelanlage Unfälle begünstige, könne die Polizei nicht teilen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer