Die Beute, mit der die Täter flüchteten, liegt im fünfstelligen Bereich.

Haßlinghausen. Der Raubüberfall auf den Kaiser’s-Supermarkt in Haßlinghausen am Montagabend hat seine Spuren hinterlassen: „Alle drei Opfer, zwei Mitarbeiter und die stellvertretende Filialleiterin stehen unter Schock und müssen betreut werden“, berichtet Rolf Koch, Filialleiter des Supermarkts. Einer der Mitarbeiter habe sofort nach dem Überfall gekündigt. Das andere Opfer sowie die stellvertretende Filialleiterin wollen versuchen, in der Woche nach Weihnachten wieder zu arbeiten.

Die Täter müssen sich in der Branche ausgekannt haben

Die Täter seien aggressiv vorgegangen, so Koch. Mit erhobener Pistole habe einer der drei Täter gefragt, wer der Marktleiter sei. Dann habe er Geld aus der Kasse gefordert und sich schließlich den Tresor in einem Hinterraum öffnen lassen. Dabei habe er der Filialleiterin die Pistole an den Kopf gehalten, während ein Zweiter die beiden Mitarbeiter mit einem Messer in Schach hielt.

Der dritte Täter habe sich im Hintergrund gehalten, um die Lage zu kontrollieren, vermutet Kriminalhauptkommissar Hans Lange. „Die Männer müssen sich in der Branche ausgekannt haben“, erklärt Lange. „Sie fragten gezielt nach der Filialleitung und wussten, dass in einem Supermarkt ein Tresor vorhanden ist.“

Die Täter seien sehr angespannt gewesen, berichtet Koch. Seine Mitarbeiter hätten Todesangst gehabt. Während die Räuber das Geld – die Summe liegt laut Kripo im fünfstelligen Bereich – einpackten, mussten sich die Opfer auf den Boden legen. „Wenn Ihr in den nächsten zehn Minuten die Polizei holt, bringen wir Euch um“, sei das letzte gewesen, was die Opfer gehört hätten. Zur Tatzeit waren keine Kunden anwesend.

„Wir brauchen Hinweise zu einem möglichen Fahrzeug, das entweder auf dem Parkplatz an der Gevelsberger Straße abgestellt wurde, oder vom Tatort wegfuhr“, sagt Lange. Vielleicht sind jemandem auch drei Männer aufgefallen, die sich zur Tatzeit, zwischen 21.30 und 22 Uhr in der Gegend aufhielten. Sie sollen zwischen 18 und 25 Jahre alt sein, trugen dunkle Kleidung und waren mit Schals vermummt. Die Männer sprachen einen Jugend-Slang, der auch auf eine südländische Herkunft deuten könnte.

Hinweise an Telefon: 02336/9166-1222.

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