Die TSG Sprockhövel – in blau – traf am Samstag auf den SSV Hagen (in weiß).
Die TSG Sprockhövel – in blau – traf am Samstag auf den SSV Hagen (in weiß).

Die TSG Sprockhövel – in blau – traf am Samstag auf den SSV Hagen (in weiß).

Gerhard Bartsch

Die TSG Sprockhövel – in blau – traf am Samstag auf den SSV Hagen (in weiß).

Sprockhövel. Mit einem verdienten 2:0(0:0)-Sieg gegen den künftigen Ligarivalen TuS Ennepetal sicherten sich die Fußballer der TSG Sprockhövel im Finale des eigenen Turniers am Samstag den Volksbank-Cup. Damit verhinderte das Team um Trainer Andrius Balaika, dass Ennepetal seinen Titel verteidigen und den Wanderpokal zum zweiten Mal in die Kluterstadt entführen konnte.

Dabei war Ennepetal nur durch den Verzicht des Landesligisten SC Obersprockhövel, der die Vorrunde vor dem punktgleichen Oberligisten abschloss, ins Finale gerückt. „Durch eine zusätzliche Turnierteilnahme am Freitagabend und den beiden Spielen heute haben einige Jungs große Blessuren. Da zudem noch einige Spieler urlaubsbedingt nicht dabei sind, wäre es kein würdiger Vergleich“, erklärte SCO-Trainer Jörg Niedergethmann den Grund für den Verzicht. Das Spiel um Platz drei gegen SSV Hagen konnten die Spieler um das Trainerduo Niedergethmann/Sascha Höhle aber trotzdem mit 4:2 für sich entscheiden.

Auch wenn die TSG erst zehn Minuten vor dem Ende in Führung ging und dafür einen berechtigten Strafstoß benötigte, war der Turniersieg völlig verdient. Dem Regionalligaabsteiger konnte man zwar noch den einen oder anderen Abstimmungsfehler ansehen – aber auch den Willen, dass die Spieler in dem ausgeglicheneren Kader bereits in der Vorbereitungsphase alles geben, um von Balaika berücksichtigt zu werden. „Man sieht den Spielern an, dass sie Bock haben und reinhauen“, zeigte sich der Coach mit den Leistungen seines Teams zufrieden.

Reichlich Tore am Baumhof

Dass der Litauische Ex-Nationalspieler, wie alle Mannschaften, in seinem Kader auf mehrere Spieler verzichtete, fiel über die beiden Tage kaum ins Gewicht. „Das zeigt, dass wir nun etwas ausgeglichener aufgestellt sind“, sagte der 38-Jährige. Den fehlenden sechs Spielern traut er ebenfalls zu, in der Startelf auflaufen zu können. Vermisst wurden sie dank des gut anschaulichen Offensiv-Fußballs der Baumhofkicker allerdings auch nicht.

Denn mit 6:1 gegen den ambitionierten Landesligaaufsteiger SSV Hagen und 8:1 gegen Hedefspor in jeweils 45-Minuten Spielzeit bot der Gastgeber den rund 400 Zuschauern, die über die beiden Tage den Weg in die German-Flavours-Travel-Arena fanden, reichlich Tore. „Wenn man bedenkt, dass wir bisher fast ausschließlich Athletik- und Konditionstraining gemacht haben, ist das schon ganz okay“, sagte Balaika gewohnt sachlich.

Neu war nicht nur die Mannschaft der Hausherren, sondern auch die Oberfläche des Kunstrasens im Baumhof, auf der sich der Regionalliga-Absteiger offensichtlich pudelwohl fühlt. Zur Belohnung gab Balaika seinem Team bis kommenden Donnerstag frei. Seine Mannschaft soll die Tage körperlich und mental zur Erholung nutzen, denn die zweite Vorbereitungsphase werde laut dem Coach nicht weniger anstrengend.

Für Irritationen sorgte vor dem Finale des gut organisierten und dotierten Turniers das Fehlen des Wanderpokals, den der TuS Ennepetal nicht mitgebracht hatte. Dank einiger Telefonate konnte Orga-Chef Jürgen Meister pünktlich zur Siegerehrung einen neuen Pokal besorgen, den der Gastgeber hochheben konnte.

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