Die Patenschaft war ein spontanes Geschenk ihres Freundes an Andrea Stefan.

Freund Marc überraschte seine Andrea im Oktober mit der Namenspatenschaft für das erste Tief im Jahr 2012. Im Februar 2011 war er selbst schon einmal Pate eines Tiefdruckgebietes. Foto Gerhard Bartsch
Freund Marc überraschte seine Andrea im Oktober mit der Namenspatenschaft für das erste Tief im Jahr 2012. Im Februar 2011 war er selbst schon einmal Pate eines Tiefdruckgebietes. Foto Gerhard Bartsch

Freund Marc überraschte seine Andrea im Oktober mit der Namenspatenschaft für das erste Tief im Jahr 2012. Im Februar 2011 war er selbst schon einmal Pate eines Tiefdruckgebietes. Foto Gerhard Bartsch

Bartsch, Gerhard (b13)

Freund Marc überraschte seine Andrea im Oktober mit der Namenspatenschaft für das erste Tief im Jahr 2012. Im Februar 2011 war er selbst schon einmal Pate eines Tiefdruckgebietes. Foto Gerhard Bartsch

Haßlinghausen. Wenn am Donnerstag in den Nachrichtensendungen und Wetterberichten vom Orkantief „Andrea“ die Rede ist, dann ist damit untrennbar der Name von Andrea Stefan verbunden. Die 34-jährige Mutter wohnt in Haßlinghausen und ist die offizielle Namenspatin der stürmischen Wettererscheinung.

Kaltfront soll am Donnerstag Sturm bis zur Stärke 11 bringen

„Ich habe die Patenschaft im Oktober von meinem Freund als Spontangeschenk bekommen, nachdem wir darüber gesprochen hatten, dass es so etwas gibt“, berichtet Andrea Stefan. Im ersten Moment sei es ein kleiner Schock gewesen, als sie davon gehört habe, dass sie Patin ausgerechnet von diesem Tiefdruckgebiet geworden sei, vor dem die Wettervorhersagen auch in Nordrhein-Westfalen schon am Vortag warnen. „Aber es ist auch ein bisschen Stolz mit dabei“, sagt die Haßlinghauserin.

„Man muss jetzt mal abwarten, was passiert“, zeigt sie sich am Tag vor dem Sturm noch relativ gelassen, während die Meteorologen beim Durchzug der zum Tiefdruckgebiet gehörenden Kaltfront am Donnerstagmorgen Wind bis zur Sturmstärke 11 befürchten.

Die Tradition der Benennung von Luftdruckgebilden in Mitteleuropa geht auf das Jahr 1954 und einen Vorschlag der späteren „Wetterfee“ Karla Wege zurück. Zunächst bekamen Hochdruckgebiete immer männliche, Tiefdruckgebiete immer weibliche Vornamen. Nach feministischer Kritik im Jahr 1998 wurde der jährliche Wechsel eingeführt. Nun erhalten in geraden Jahren wie 2012 Tiefs weibliche und Hochs männliche Namen, in ungeraden Jahren ist es umgekehrt.

Zuständig für die Benennung ist das Institut für Meteorologie an der Freien Universität in Berlin. Seit 2002 können auch Privatleute Vornamen für Hochs und Tiefs kostenpflichtig buchen.

Die Namen für Hoch- und Tiefdruckgebiete werden vom Institut für Meteorologie der Freien Universität Berlin vergeben.

 

Die Patenschaft für ein Tiefdruckgebiet kostet 199 Euro, die Patenschaft für ein Hochdruckgebiet 299 Euro.

 

Man erreicht die Wetterpaten unter der Telefonnummer 030/83 87 12 26 oder per E-Mail

 

wetterpate@met.fu-berlin.de

„Für das Jahr 2012 ist nur noch ein Hochdruckgebiet mit dem Buchstaben ,V’ frei, Tiefdruckgebiete gibt es noch ein paar mehr“, weiß Katrin Krüger vom Team Wetterpate des Instituts. Der Grund dafür: „Bei den Tiefs kommen wir im Laufe eines Jahres fünfmal durch das Alphabet, bei den Hochs nur zweimal“, sagt Katrin Krüger. Mit den Einnahmen wird die kontinuierliche Wetterbeobachtung durch die Studenten des Instituts finanziert.

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