Neu aufgeplatzter Asphalt, gewelltes Pflaster – auf Straßen und Gehsteigen hinterlässt der Winter deutliche Spuren.

Wie hier hat sich an mehreren Stellen an der Mittelstraße das alte Geh-Pflaster durch den Frost verschoben.
Wie hier hat sich an mehreren Stellen an der Mittelstraße das alte Geh-Pflaster durch den Frost verschoben.

Wie hier hat sich an mehreren Stellen an der Mittelstraße das alte Geh-Pflaster durch den Frost verschoben.

Andreas Fischer

Wie hier hat sich an mehreren Stellen an der Mittelstraße das alte Geh-Pflaster durch den Frost verschoben.

Sprockhövel. Gleich mehrere Schilder mit der Aufschrift "Frostschäden" mahnen derzeit Fußgänger an der Mittelstraße zur Vorsicht. Nachdem der strenge Frost der ersten Januarperiode langsam aus dem Boden kriecht, haben sich an vielen Stellen Gehwegplatten verschoben, sind Risse im ohnehin seit Jahren erneuerungsbedürftigen Pflaster vergrößert.

Da wo bereits in den Vorjahren geflickt wurde, hat der Frost als Sprengpilz die Schwachstellen schonungslos offen gelegt. Auf vielen Straßen sind Asphaltbrocken abgeplatzt, haben sich kleine Löcher zu Schlaglöchern vergrößert.

"Eine große Bestandsaufnahme machen wir erst Ende Februar/Anfang März, bis dahin liegt unser Schwerpunkt beim Winterdienst, aber etwa an der Albringhauser Straße haben wir bereits größere Schäden festgestellt", sagt der stellvertretende Tiefbauamtsleiter Ulrich Höhmann.

Kaum besser sieht es an der Magdeburger Straße aus, die ganz offensichtlich vor Jahren einmal, erneuert wurde, wo jetzt aber die Naht in der Mitte der Fahrbahn immer weiter aufreißt. "Derzeit macht es kaum Sinn, die Schäden mit Kaltasphalt auszubessern, der platzt bei Frost wieder weg", sagt Höhmann.

Die Straßenmeisterei in Haßlinghausen, für den Landesbetrieb Straßen zuständig für alle Kreis-, Landes- und Bundesstraße im Kreis, schickt dennoch gerade zwei Kolonnen raus, um Frostschäden zu reparieren. "Auch auf die Gefahr hin, dass es wenig haltbar ist, müssen wir zumindest die gröbsten Schlaglöcher zuschmieren, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten", sagt der Leiter Markus Beule.

Anstieg Nach dem Ende der strengen Frostperiode vor zehn Tagen, hat es zahlreiche Wasserrohrbrüche gegeben. 35 registrierte das Versorgungsunternehmen AVU allein in der vergangenen Woche. Bis dahin waren es seit Jahresbeginn 30 gewesen.

In Sprockhövel seien in erster Linie die L70 in Horath und die L525 (Wittener Straße) in Hiddinghauser betroffen - seit Jahren Sorgenkinder, die nur noch aus Flickwerk bestehen. Für die L525 hat der Landesbetrieb für dieses Jahr eine Grundsanierung in Aussicht gestellt. "Mehr weiß ich aber auch noch nicht", sagt Beule.

Das Tiefbauamt will es an der Mittelstraße möglichst nicht mehr beim Flicken belassen. "Wir überlegen, wie wir die stark beschädigten Stellen jetzt in die ohnehin geplante schrittweise Erneuerung des Pflasters einbeziehen und einige Bereiche eventuell vorziehen können", sagt Ulrich Höhmann.

Wer Schäden an städtischen Straßen und Gehwegen beobachtet hat, kann das unter Telefon 02339/917291 melden.

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