50 Kinder und Jugendliche aus der Gemeinde St. Josef waren im Einsatz und besuchten etwa 700 Haushalte.

Unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein“ zogen die Sternsinger von Haus zu Haus.
Unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein“ zogen die Sternsinger von Haus zu Haus.

Unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein“ zogen die Sternsinger von Haus zu Haus.

Gerhard Bartsch

Unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein“ zogen die Sternsinger von Haus zu Haus.

Haßlinghausen. Noch bevor es überhaupt losgeht, herrschen wildes Durcheinander und Aufregung im Gemeindehaus: „Wo ist meine Krone hin – die muss ich doch aufziehen, damit ich ein richtiger König bin“, sucht Hanna (9) zwischen bunten Gewändern und leuchtenden Weihnachtssternen. Dann die Erleichterung: „Ah, da ist sie ja“, lächelt die Schülerin und stülpt den goldenen Kopfschmuck über ihre Mütze. Wenige Minuten später geht es nach draußen zum Aussendungsgottesdienst in die Kirche an der Kortenstraße. Hanna zählt zu den rund 50 Sternsingern der katholischen Kirchengemeinde St. Josef, die an diesem Samstagmorgen als Kaspar, Melchior und Balthasar verkleidet von Tür zu Tür ziehen und Gottes Segen überbringen. Wie in den Jahren zuvor hat Gemeindemitglied Margarete Kirchner die Organisation des Dreikönigssingens in die Hand genommen und die Routen zu den etwa 700 Haushalten im Stadtgebiet arrangiert. „Jede Kleingruppe bekommt einen Beutel mit Kreide und Aufklebern darin“, erklärt die Organisatorin.

Unterstützt werden Projekte in Tansania

Auf den Aufklebern leuchtet die altbekannte Formel: „20*C+M+B+13“ – „Christus mansionem benedicat“ (zu Deutsch: „Christus segne dieses Haus). Damit soll es unter dem diesjährigen Leitwort „Segen bringen, Segen sein“ zu den gemeldeten Haushalten gehen. Und die Sternsinger St. Josef sind dabei nicht allein: Auch die Gemeinde St. Januarius ist zeitgleich mit Sammelbüchse gerüstet zu den Menschen in Sprockhövel unterwegs, unterstützt werden durch die weltweit größte Solidaritätsaktion Projekte in Tansania. „Ich finde es schön, dass sich Kinder für Kinder engagieren“, sagt die zwölfjährige Katharina Wodara. Seit vielen Jahren sammelt sie zusammen mit Schwester Maren Wodara (14) für Kinder in ärmeren Ländern. An der Oststraße im sogenannten Blumenviertel angekommen, freuen sich Doris und Volker Thöne über den königlichen Besuch. „Da seid ihr ja wieder. Wir haben schon gewartet“, verraten die beiden. Nach gelungenem Vortrag wandern einige Münzen in die Spendendose. Weiter geht´s zum Nachbarhaus, in dem Familie Heidkamp die Sternsinger sogar mit Süßigkeiten belohnt. Dieses Mal haben die Mädchen das Lied „Kinder können was bewegen“ ausgewählt.

 Auf ihrem Weg durch die Mittelstraße besuchten etwa 50 Sternsinger der Gemeinde St. Josef – so viele wie noch nie zuvor – am Freitag auch wieder das Rathaus, um bei den Mitarbeitern der Verwaltung Spenden für die diesjährige Aktion zu sammeln.

Bürgermeister Klaus Walterscheid bedankte sich bei der Gruppe für den Segensspruch an seiner Bürotür und ihren Einsatz bei der Sammelaktion mit reichlich Süßigkeiten.

„Wirklich treffend“, finden auch die Zuhörer, während ein neuer Aufkleber über dem Türrahmen positioniert wird. Dann geht es auch schon weiter – etwa vier Stunden ist die Gruppe unterwegs.

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